„Versuche, den Holocaust zu leugnen, richten sich gegen Überlebende“, so die IHRA. Im Bild: Holocaustversehrte in einem Erholungsheim in Schawei Zion
„Versuche, den Holocaust zu leugnen, richten sich gegen Überlebende“, so die IHRA. Im Bild: Holocaustversehrte in einem Erholungsheim in Schawei Zion

Kritik an iranischem Holocaust-Wettbewerb

STOCKHOLM (inn) – Die „Internationale Allianz für Holocaust-Gedenken“ (IHRA) hat den im Iran geplanten Wettbewerb für Cartoons, die den Holocaust leugnen, scharf kritisiert. Sie forderte die Regierung in Teheran auf, die Veranstaltung zu verhindern.

In einer Stellungnahme der Allianz heißt es:

„Die 31 Mitgliedsstaaten der IHRA stehen vereint in ihren Anstrengungen, die schreckliche Wahrheit des Holocaust gegen jene hochzuhalten, die sie verleugnen. Dieses Prinzip ist in der Gründungserklärung der IHRA, der Stockholmer Erklärung, und in ihrer Definition von Holocaust-Verzerrung und Leugnung festgeschrieben.

Holocaust-Leugnung ist eine Form von Antisemitismus. Jeder Versuch zu behaupten, der Holocaust habe nicht stattgefunden oder Versuche, die Verantwortung für den Völkermord kleinzureden und zu zerstreuen, richten sich gegen die Überlebenden und gegen die Erinnerung an die Opfer.

Im Jahr 2015 jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zum 70. Mal. Zugleich ist das Jahr 2015 gezeichnet von antisemitischen Hassverbrechen. Diese Ereignisse haben auch die üblen Folgen des Antisemitismus in unmissverständlicher Weise verdeutlicht. Aussagen und Taten, die Antisemitismus befördern und Hass hervorbringen, werden von den Mitgliedsstaaten der IHRA zurückgewiesen.

Aus all diesen Gründen verurteilen wir aufs Schärfste den geplanten Wettbewerb für den Holocaust leugnende Cartoons und rufen die iranische Regierung dazu auf, zu intervenieren und den Wettbewerb zu verhindern.“

Den Wettbewerb organisieren das iranische „House of Cartoons“ und das „Sarcheschmeh“-Kultur-Zentrum. Die Veranstaltung sei eine Reaktion auf die veröffentlichten Mohammed-Karikaturen des französischen Magazins „Charlie Hebdo“. Bis zum 1. April können Karikaturisten ihre Entwürfe einreichen.

Von: Israelische Botschaft / dn

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