Iranische Regierung belohnt Judoka für Israel-Boykott

TEHERAN (inn) - Der iranische Judoka Arasch Miresmaeili hat eine hohe Belohnung von seiner Regierung erhalten. Der Grund: Während der Olympischen Spiele in Athen hatte er sich aus politischen Motiven geweigert, gegen einen israelischen Athleten anzutreten.

Wie die Tageszeitung "Ha´aretz" unter Berufung auf einen iranischen Sportfunktionär berichtet, bekam Miresmaeili 125.000 Dollar. Das staatliche Fernsehen übertrug am Dienstag eine Zeremonie, in der er gemeinsam mit dem Goldmedaillengewinner im Gewichtheben, Hossein Resasadeh, geehrt wurde. Dieser erhielt dieselbe Geldsumme als Anerkennung für seine Leistung.

Der zweifache Weltmeister Miresmaeili "hätte mit Sicherheit eine Goldmedaille gewonnen, wenn er teilgenommen hätte", so der Sportfunktionär. "Indem er den Kampf verweigerte, hat er die Politik des Landes verfolgt." Der Judoka hätte bereits in der ersten Runde gegen den Israeli Udi Vaks antreten sollen. Darauf aß er so viel, dass er am Tag vor dem geplanten Kampf zwei Kilogramm Übergewicht hatte und vom Wettbewerb disqualifiziert wurde. Nach eigenen Angaben handelte er "aus Sympathie mit dem palästinensischen Volk".

Der iranische Präsident Mohammed Chatami lobte den Athleten. Dieser werde mit Stolz und Ehre in die Geschichte des Iran eingehen.

Sowohl der Internationale Judoverband als auch das Internationale Olympische Komitee sahen davon ab, Miresmaeili zu bestrafen. Er wurde lediglich vom Wettkampf in Athen ausgeschlossen, weil er nicht mehr in seine Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm passte.

Von: eh

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