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Israel stoppt Moscheebau in Nazareth

NAZARETH / JERUSALEM (inn) – Das israelische Sicherheitskabinett hat am Mittwoch einen Baustopp für die Errichtung einer Moschee in Nazareth verhängt.

Der von Israel zunächst genehmigte Bau der Moschee, die in unmittelbarer Nähe zur christlichen Verkündigungskirche errichtet werden soll, hatte in den vergangenen Wochen zu erheblichen Unstimmigkeiten zwischen Israel und christlichen Kirchen – insbesondere dem Vatikan in Rom – geführt. Die 1968 geweihte Verkündigungskirche gilt als die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt

Wie ein Sprecher des Sicherheitskabinetts am Mittwoch mitteilte, solle nun ein alternativer Bauplatz für die Moschee gefunden werden. Israels Innenminister Eli Yishai sowie Wohnungsbauminister Natan Sharansky erhielten den Auftrag, innerhalb von zwei Wochen einen neuen Bauplatz ausfindig zu machen.

Nach der Bekanntgabe der Entscheidung des Sicherheitskabinetts verstärkten israelische Sicherheitsbeamte und Polizisten in Erwartung von Großdemonstrationen moslemischer Einwohner Nazareths ihr Aufgebot in der Stadt.

Der Vatikan hatte bereits vor Monaten seine Bedenken gegen den Bau damit begründet, daß mit der Errichtung einer Moschee in unmittelbarer Nähe zu einem christlichen Heiligtum die Gefahr religiöser Konflikte in der Stadt wachse. Im April 1999 war es aufgrund des Bauvorhabens bereits zu heftigen Straßenschlachten zwischen christlichen und moslemischen Einwohnern Nazareths gekommen.

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