Nach vereiteltem Anschlag in Café: Täter zu 22 Jahren Haft verurteilt

JERUSALEM (inn) – Das Bezirksgericht in Jerusalem hat am Mittwoch einen Palästinenser zu einer Haftstrafe von 22 Jahren verurteilt, der im März ein Attentat in einem Jerusalemer Café verüben wollte. Der Selbstmordanschlag des 21jährigen konnte jedoch von einem aufmerksamen Kellner verhindert werden.

Bei dem Palästinenser handelt es sich um Mishal Nidal. Er wurde bereits im Mai als Mitglied einer Terrororganisation und wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen.

Zum Zeitpunkt des versuchten Anschlages befanden sich rund 50 Gäste und Angestellte in dem “Cafit Café” in der Deutschen Kolonie am Rande der Altstadt von Jerusalem. Einer der Kellner des Restaurants, dem das ungewöhnliche Verhalten des vermeintlichen Gastes aufgefallen war, alarmierte den Besitzer des Cafés.

Ein Wachmann des Ya´asour-Sicherheitsdienstes befand sich zu dem Zeitpunkt in dem Restaurant und überwältigte zusammen mit dem Kellner den Täter. Der 21jährige hatte die Bombe in einem Rucksack versteckt.

Die Anwältin des Palästinensers wollte die harte Strafe mit dem Argument verhindern, daß der Anschlag mißglückte. Die Richter sahen die Tat jedoch als akribisch und kaltblütig geplant an, der Täter habe das Ziel gehabt, so viele Menschen wie möglich zu töten.

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