Nach Minenexplosion: Verletzter stürzt von Rettungshubschrauber in den Tod

BEIT SCHEAN (inn) - Ein 24-jähriger Israeli ist am Mittwochabend im Jordantal von einem Rettungshubschrauber gefallen und tödlich verunglückt. Zuvor war er durch eine Tretmine schwer verwundet worden, als er mit Freunden auf einem Minenfeld picknicken wollte.

Einem Bericht der Zeitung “Jediot Aharonot” zufolge ereignete sich der Vorfall in der Gegend der Stadt Beit Schean. Der junge Mann aus einer Ortschaft in Wadi Ara machte mit zwei Freunden einen Ausflug. Beim Picknick trat er auf eine Mine und erlitt schwere Verletzungen am Bein. Da die Rettungskräfte wegen der Minen nicht direkt an den Unfallort kommen konnten, schickten sie den Hubschrauber.

Über ein Seil wurde der Verwundete in den Helikopter gezogen. Offenbar riss das Seil jedoch, und er stürzte aus großer Höhe auf die Felsen. Im Krankenhaus konnten die Ärzte nur noch seinen Tod feststellen.

“Wir sahen, wie sich das Seil nach oben bewegte, und der Verwundete war daran festgebunden”, sagte ein Augenzeuge. “Sie schafften es, mit ihm bis zum Eingang des Hubschraubers zu gelangen. Ich stand 200 Meter von dort entfernt. Plötzlich siehst du vor den Augen, wie in einem Film, einen Menschen, der im freien Fall auf die Felsen stürzt. Es war klar, dass er tot war, wenn er nicht schon vorher gestorben war. Denn in den 20 Minuten, bevor der Hubschrauber kam, hat er sich schon nicht mehr bewegt. Er hat keine Hand gehoben, und man hat ihn nicht gehört.”

Die israelische Luftwaffe hat einen Ausschuss beauftragt, den Vorfall zu untersuchen.

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