Nach Attentat: Israel genehmigt Siedlungsausbau

JERUSALEM (inn) - Nach dem Mord an fünf Israelis aus der Siedlung Itamar hat die israelische Regierung am Sonntag den Ausbau einiger Siedlungen im Westjordanland genehmigt. Aus dem Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu hieß es, die Baugenehmigungen seien für Gegenden erteilt worden, die auch nach einem Friedensabkommen mit den Palästinensern zu Israel gehören sollen.

Der Tageszeitung "Jediot Aharonot" zufolge wurden die Baugenehmigungen für mehrere Hundert Wohneinheiten in den großen Siedlungen Gusch Etzion, Ma´aleh Adumim, Ariel und Kirijat Sefer erteilt. Ob es sich dabei um neue Baupläne handelt, oder um Vorhaben, die bereits seit längerer Zeit in Planung waren, ist laut dem Bericht bislang nicht bekannt.

Die USA seien über die Maßnahme informiert worden. Der Vorsitzende des Siedlerrates, Danny Dajan, bezeichnete die Entscheidung als "kleinen Schritt in die richtige Richtung". "Es ist eine Schande, dass es die Ermordung von Eltern und ihrer Kinder für die Netanjahu-Regierung brauchte, um den Bau neuer Häuser zu genehmigen", sagte Dajan weiter.

In der Nacht zum Samstag hatten ein oder mehrere Palästinenser fünf Angehörige einer Familie in der Siedlung Itamar bei Nablus im Schlaf ermordet. Unter den Opfern waren ein drei Monate altes Baby sowie dessen drei und elf Jahre alten Geschwister. Die Suche nach den Tätern dauert bislang an.

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