Nach Assad-Lob für Hisbollah: Steinmeier fährt nicht nach Syrien

AMMAN (inn) – In letzter Minute hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier seine geplante Reise nach Syrien abgesagt. Anlass war eine Rede des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, in der dieser die radikal-islamische Hisbollah gelobt hatte.

Wie die “Netzeitung” berichtet, saß Steinmeier bereits im Flugzeug, als er am Dienstagnachmittag seine Entscheidung traf. Er wollte von der jordanischen Hauptstadt Amman nach Syrien fliegen. Assads Rede bezeichnete der SPD-Minister als “negativen Beitrag, der den gegenwärtigen Herausforderungen im Nahen Osten in keiner Weise gerecht wird”.

Der syrische Präsident hatte in Damaskus vor Journalisten die Hisbollah-Kämpfer gewürdigt und von einem “siegreichen Widerstand” im Libanon gesprochen. Infolgedessen werde es sich Israel überlegen, ob es seine “terroristische Politik” in der Region fortführe. Er forderte arabische Herrscherhäuser auf, die Terrorgruppe zu unterstützen. Israel müsse vom Friedensprozess ausgeschlossen werden, weil es ein Feind sei.

Steinmeier sagte daraufhin, Syrien könne durch konstruktives Handeln bei der internationalen Gemeinschaft Vertrauen wieder herstellen, das verloren gegangen sei. Assads Rede gehe aber genau in die andere Richtung.

Nach dem aktuellen Kenntnisstand reist der deutsche Minister nun von Jordanien direkt nach Saudi-Arabien.

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