Der Angriff ereignete sich in der Nähe des Skopusbergtunnels im Osten Jerusalems. Polizeiangaben zufolge gab ein schwarzgekleideter Mann mehrere Schüsse auf den Soldaten ab. „Dann rannte er auf ein Motorrad oder Moped zu, das in der Nähe auf ihn wartete“, teilte der Polizeikommandeur für den Bezirk Jerusalem, Jossi Pariente, mit. „Ein Wachmann, der in der Gegend war, schoss auf das Motorrad, aber der Täter entkam. Wir versuchen, das Motorrad ausfindig zu machen.“ Die Ermittler schließen einen Terroranschlag nicht aus, meldet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.
Der Soldat wurde mit schweren Verletzungen ins Hadassah-Krankenhaus auf dem Skopusberg eingeliefert, war allerdings bei Bewusstsein. Anschließend wurde er operiert.
Bürger sollen besonders wachsam sein
Israels Polizeichef Jochanan Danino rief die Bürger dazu auf, ihre Augen offen zu halten. In diesen Tagen sei es besonders wichtig, auf verdächtige Gegenstände und ähnliches zu achten.
Der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat schloss sich dem Appell an. Die Bewohner müssten gleichzeitig wachsam sein und ihr tägliches Leben weiterführen. Das israelische Leben zu stören „ist genau das, was die Terroristen uns anzutun versuchen“, zitiert ihn die Onlinezeitung „Times of Israel“. „Wir dürfen ihnen den Gefallen nicht tun.“
Wenige Stunden vor dem Angriff hatte ein arabischer Baggerfahrer im Norden der Stadt einen Fußgänger umgefahren und tödlich verletzt (Israelnetz berichtete). Der Angreifer wurde von israelischen Sicherheitskräften erschossen.