Mit modernster Technik: Oberrabbinat verhindert Verkauf von ungesäuerten Lebensmitteln

JERUSALEM (inn) - Das israelische Oberrabbinat macht sich in seinem Kampf gegen den Verkauf von ungesäuertem Brot die Wunder der Technik zunutze. Es will auf eigene Kosten spezielle "Barcode-Blocker" an Supermärkte verteilen, damit in der Pessachwoche keine gesäuerten Produkte gekauft werden können.

Die Geräte können bestimmte Barcodes erkennen, die zuvor darin gespeichert wurden. In der Pessachwoche kann das automatische Kassensystem also alle gesäuerten Lebensmittel am Barcode erkennen und den Kauf blockieren, berichtet der Armeerundfunk. Das Rabbinat forderte die Supermärkte auf, die Barcode-Blocker an den Kassen bis Donnerstagnachmittag zu installieren. Falls dies nicht geschehe, verlören sie vorübergehend ihr Zertifikat als koscherer Supermarkt, sagte der aschkenasische Oberrabbi Jonah Metzger gegenüber dem Radiosender.

In den vergangenen Jahren konnte sich ein Supermarkt als koscher bezeichnen, so lange er die gesäuerten Lebensmittel getrennt von den ungesäuerten aufbewahrte und Erstere in der Pessachwoche mit einem Nylonvorhang verdeckte. “Ich musste nur meine Hand ausstrecken und die Ware unter dem Nylon hervorziehen”, sagte ein Kunde. “Der Supermarkt nahm die gesäuerten Produkte nicht wirklich aus den Regalen. Ich nahm etwas, bezahlte es und hatte es.”

Das Pessachfest beginnt in diesem Jahr am Abend des 8. April. Eine Woche lang dürfen Juden laut der Torah keine Sauerteig-Produkte essen.

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