Ministerpräsident Kretschmann in Israel

Der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann hat mit einer Wirtschaftsdelegation Unternehmen in Israel besucht. Er sieht Chancen für eine Zusammenarbeit deutscher Firmen mit israelischen Start-Ups.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann wollte in Israel zur Zusammenarbeit mit baden-württembergischen Unternehmen anregen

Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann wollte in Israel zur Zusammenarbeit mit baden-württembergischen Unternehmen anregen

JERUSALEM / STUTTGART (inn) – Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat am Donnerstag seine Israelreise beendet. Er war mit einer rund 80-köpfigen Wirtschaftsdelegation in das Land gereist. Mit dabei war auch Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), als Vertreter des Landtags von Baden-Württemberg reisen Gabriele Reich-Gutjahr (FDP) und Tobias Wald (CDU) mit. Ziel der Reise war unter anderem, einen Einblick in die israelische Start-Up-Szene zu erhalten und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Betrieben in Baden-Württemberg auszuloten.

Laut der deutschen Industrie- und Handelskammer suchten mehr als 100 deutsche Firmen bereits Ideen und Innovationen in Israel, darunter Bosch oder die Autobauer Daimler und VW. Verstärkt kämen nun auch mittelständische Unternehmen hinzu. Die „Schwäbische Zeitung” nennt als Beispiel den Autozulieferer ZF aus Friedrichshafen, der seit Jahren mit dem israelischen Konzern „Mobileye” zusammenarbeitet. Mobileye entwickelt Prozessoren für Kameras, mit denen Autos beispielsweise Verkehrszeichen erkennen können. Im März wurde die Firma mit Sitz in Jerusalem vom US-Chiphersteller Intel gekauft – für einen Preis von umgerechnet 15 Milliarden Euro.

Kretschmann lobte Israel als wichtigsten Hotspot für Digitalisierung nach dem Silicon Valley in den USA. Deutsche Firmen seien in der Entwicklung von Produkten gut aufgestellt, Israels Stärke liege in der Informationstechnologie, sagte Kretschmann am Dienstag in Tel Aviv. Würden beide Länder mit diesem spezifischen Kompetenzen stärker Kooperieren, ergäben sich grpße Chancen für die Unternehmen. Bei einem Besuch des Softwareherstellers SAP informierte sich Kretschmann über dessen Aktivitäten in Israel.

Kretschmann mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut in Yad Vashem Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg
Kretschmann mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut in Yad Vashem

Kretschmann und seine Delegation besuchten neben Unternehmen auch die Jerusalemer Altstadt sowie die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, woer und Hoffmeister-Kraut einen Kranz niedergelegten. Ins Gästebuch schrieb er: „Dass wir der Ermordeten gedenken, ist der letzte Dienst, den wir ihnen erweisen können. Dass wir uns Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt entgegenstellen, ist ihr bleibendes Vermächtnis an uns“

Reise auch in die Palästinensergebiete

Der baden-württembergische Ministerpräsident besuchte auf seiner Reise auch palästinensische Gebiete. In Bethlehem traf er sich zu Gesprächen mit dem Pfarrer Mitri Raheb vom Dar-al-Kalima-College, und überreichte diesem einen Scheck über 30.000 Euro zum Ausbau der Solaranlage des Colleges. In Ramallah besuchte Kretschmann des Axsos AG, die Computersysteme für mittelständische Unternehmen entwickelt.

Kretschmann (l.) beim Firmenbesuch der Axsos AG in Ramallah Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg
Kretschmann (l.) beim Firmenbesuch der Axsos AG in Ramallah

Von: mb

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