Ministerin Schavan würdigt Zusammenarbeit mit Israel

TEL AVIV (inn) – Bundesforschungsministerin Annette Schavan sieht in der deutsch-israelischen Kooperation einen wichtigen Impuls für die bilaterale Forschung. Die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Israel sei ein Kernstück deutscher Forschungspolitik, sagte sie zum Abschluss ihrer Israel-Reise am Dienstag in Tel Aviv.

“Israel ist ein Land der Innovation und Forschung auf Weltniveau und weltweit einer der attraktivsten Kooperationspartner für unsere Wissenschaftler”, fügte Schavan hinzu.

Die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Israel umfasst alle wichtigen Forschungsgebiete. Schwerpunkte sind die Biowissenschaften sowie Wassertechnologie und Wassermanagement. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Zusammenarbeit deutscher und israelischer Wissenschaftler mit jährlich mehr als 20 Millionen Euro. Zudem werden neue Impulse durch die Aufstockung des Kapitals der Deutsch-Israelischen Wissenschaftsstiftung GIF um je 25 Millionen Euro von deutscher und israelischer Seite gesetzt. Im laufenden Jahr werden beide Regierungen dafür 10 Millionen Euro verfügbar machen.

Im industrienahen Bereich wird gemeinsam mit dem israelischen Industrieminister eine neue Programmphase für die Biotechnologie aufgelegt. Sie baut das erfolgreiche Programm BIO-DISC weiter aus, das auf deutsch-israelische Verbünde von Forschern aus Firmen und Hochschulen oder staatlichen Forschungseinrichtungen zielt. Bisher wurden bereits Projekte mit einem Volumen von rund 30 Millionen Euro in die Förderung aufgenommen. Zudem wird noch in diesem Jahr eine Initiative für gemeinsame Projekte auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien gestartet.

Schavan will darüber hinaus die Zusammenarbeit im Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften vertiefen. Themen dafür sind unter anderem Migration, Integration und Bildung.

Schavan traf während ihres Besuchs mit den israelischen Ministern für Wissenschaft und Forschung sowie für Industrie zusammen. Sie besuchte einige der wichtigsten israelischen Universitäten und das Weizmann-Institut. Die Ministerin zeichnete während ihres Besuches auch drei Gewinner des israelischen “Young Scientists” Wettbewerbs – vergleichbar dem “Jugend forscht” Wettbewerb in Deutschland – mit dem deutschen Sonderpreis aus. Damit werden die jungen Preisträger für drei Wochen nach Deutschland eingeladen. Gastgeber ist in diesem Jahr die Universität Göttingen.

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