JERUSALEM (inn) – Das israelische Kabinett hat den geplanten Haushalt für das Jahr 2007 mit großer Mehrheit angenommen. Bei der Abstimmung am Dienstagabend votierten nur die vier Minister der ultra-orthodoxen Schas dagegen.
Zuvor hatte die Arbeitspartei gedroht, die Abstimmung zu torpedieren. Sie war unzufrieden, weil die anvisierte Anhebung der Mindestlöhne während der Sitzung auf das kommende Finanzjahr vertagt wurde. Doch letztlich enthielt sich nur der Parteivorsitzende, Verteidigungsminister Amir Peretz, der Stimme. Er war ein großer Verfechter der Erhöhung der Mindestlöhne und weigerte sich vor der Abstimmung, den Raum zu betreten. Insgesamt stimmten 19 Minister für das Budget.
Abgeordnete aus Peretz‘ eigener Partei warfen ihm vor, er wolle durch seine demonstrative Ablehnung nur politisch überleben. Infolge des jüngsten Libanon-Krieges ist der Verteidigungsminister massiver Kritik ausgesetzt. Die Abgeordneten sagten laut der Tageszeitung „Ha´aretz“, Peretz streite über „Unsinn“.