GAZA (inn) – Die israelische Armee hat am Freitagmorgen im südlichen Gazastreifen bewaffnete Palästinenser angegriffen – mindestens zwei von ihnen wurden getötet. Die Luftwaffe zerstörte zudem Gebäude, die Terroristen gehörten.
Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, kamen die Palästinenser durch eine israelische Panzergranate ums Leben, die auf ihr Haus abgefeuert wurde. Laut Armeeangaben löste der Angriff auf die Palästinenser eine große Explosion aus. Dies deute darauf hin, dass die Getöteten Sprengstoff bei sich hatten. Ein weiterer Palästinenser wurde bei dem Angriff ernsthaft verwundet. Laut Augenzeugen nahmen Soldaten bei Hausdurchsuchungen zwölf Palästinenser fest.
Laut anderen Quellen führte die israelische Luftwaffe zudem zwei Angriffe durch und zerstörte in Gaza-Stadt zwei Häuser von Terroristen. Die Gebäude gehörten Mitgliedern der Terrorgruppen Hamas und Dschihad al-Islami, heißt es in der Zeitung „Ha´aretz“. Bei einem Luftangriff sei ein weiterer Palästinenser getötet und ein Passant verletzt worden. Bewohner sagten, die Armee habe die Besitzer der Häuser zuvor gewarnt, die Gebäude wegen des Angriffs zu verlassen.
Am Donnerstag hatte die israelische Luftwaffe in Gaza auch Flugblätter abgeworfen, auf denen der im Exil lebende Hamas-Führer Chaled Masha´al als „Glücksspieler“ bezeichnet wurde. Eine Karikatur zeigte Mascha´al mit drei Karten, auf denen „Sicherheit“, „Wohlstand“ und „Zukunft“ zu lesen waren. Unterschrieben war das Flugblatt mit den Worten, der Hamas-Führer spiele mit der Zukunft der Palästinenser und bringe Leid, Hoffnungslosigkeit und Zerstörung für die Bevölkerung.
Eine Militärsprecherin sagte, die Operation im Gazastreifen diene der Zerstörung von Waffendepots der Hamas und des Dschihad al-Islami. Beide Terrorgruppen rufen zur Zerstörung des jüdischen Staates auf. Sie sind für zahlreiche Selbstmordattentate in und Raketenangriffe auf Israel verantwortlich.
Bereits am gestrigen Donnerstag waren bei israelischen Militäraktionen im Gazastreifen acht Palästinenser getötet worden, darunter ein Kind. Mindestens 29 Menschen wurden dabei verwundet. Zwei Terroristen erlagen in der Nacht zum Freitag ihren Verletzungen.