Menschenrechtsrat beruft israelische Professorin

GENF (inn) - Erstmals ist Israel in einem Komitee des UN-Menschenrechtsrates in Genf vertreten. Die Jerusalemer Professorin Frances Raday wurde in eine Arbeitsgruppe berufen, die sich mit der Diskriminierung von Frauen auseinander setzen soll.

Die Arbeitsgruppe wurde anhand einer Resolution eingerichtet, die der Rat am 1. Oktober 2010 verabschiedet hat. Neben Raday werden Experten auf dem Gebiet der Gleichberechtigung aus Mexiko, Tunesien, Indonesien und Polen berufen. Das Komitee hat die Aufgabe, die Abschaffung der Diskriminierung gegen Frauen im Gesetz und in der Praxis zu beschleunigen.

"Dies ist eine wichtige und beeindruckende Errungenschaft für Israel", sagte der israelische UN-Gesandte Aharon Leschno Ja´ar gegenüber der Tageszeitung "Ha´aretz". "Die Ernennung ist eine Quelle des Stolzes und der Anerkennung für die israelische Akademie, vor allem angesichts der Delegitimisierung Israels, die in der internationalen Arena stattgefunden hat." Es habe Versuche gegeben, Radays Berufung zu verhindern. Doch diese seien dank der weitreichenden Anerkennung für die professionellen Fähigkeiten der Kandidatin gescheitert.

Der UN-Menschenrechtsrat wird immer wieder beschuldigt, eine "einseitige" Haltung gegenüber Israel einzunehmen. Er hat in den vergangenen Jahren mehrere anti-israelische Entscheidungen getroffen.

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