Die „Hisb u-Tahrir“ will die islamische Herrschaft im Nahen Osten wiederherstellen. Am Dienstag erinnerte sie an die Auflösung des Kalifats vor 89 Jahren. Eine entsprechende Versammlung hatte sie laut der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma´an“ zuvor angekündigt.
Wie das PCHR unter Berufung auf eine Bekanntmachung der Gruppe mitteilte, seien gegen 17 Uhr „Dutzende Mitglieder der Sicherheitsdienste ausgeschwärmt, darunter Mitglieder in Zivilkleidung“. Sie hätten das Wohnhaus umstellt, in dem die Partei die Gedenkveranstaltung geplant hatte. Sicherheitsoffiziere hätten Keulen eingesetzt und Schüsse in die Luft abgegeben, als sie die Versammlung zerstreuen wollten. Durch eine Kugel sei eine zehnjährige Palästinenserin an der Brust verwundet worden, die auf einem nahe gelegenen Balkon stand.
Das PCHR fügte hinzu, um 13 Uhr habe die Hamas-Polizei außerdem Einrichtungsgegenstände, Bilder und Transparente beschlagnahmt. Sie waren für die Gedenkveranstaltung bestimmt und neben dem Gebäude gelagert. Zu diesem Zeitpunkt informierte die Polizei die Gruppe darüber, dass die Veranstaltung nicht genehmigt sei.