Mehrheit der Palästinenser: Weniger Sicherheit seit Hamas-Machtübernahme

RAMALLAH (inn) – 76 Prozent der Palästinenser sind der Meinung, dass sich die Sicherheitssituation in den Palästinensergebieten seit der Machtübernahme der Hamas vergangenes Jahr verschlechtert hat. 23 Prozent hingegen fanden, die Situation sei seitdem sicherer geworden.

80 Prozent fürchten um ihre persönliche Sicherheit. Das palästinensische Zentrum für Öffentliche Meinung unter Vorsitz von Nabil Kukali hatte 1.015 Palästinenser aus dem Westjordanland, Gaza und Ost-Jerusalem befragt.

Wie das Zentrum am Montag mitteilte, sehen 21 Prozent der Palästinenser als Ursache für die inner-palästinensische Krise das Festhalten der Hamas an ihren Forderungen. 19 Prozent sind der Meinung, das Einmischen der USA in den innerpalästinensischen Konflikt sei schuld. Nur 10 Prozent fanden, Ursache sei die schwache Position des derzeitigen Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas.

60 Prozent der Palästinenser wollen Neuwahlen

Bei der Umfrage sprachen sich 60 Prozent für Neuwahlen des PA-Vorsitzenden und des Parlamentes aus. 25 Prozent waren gegen Neuwahlen. Wenn jetzt der Vorsitzende neu gewählt werden würde, entschieden sich 35 Prozent für den Kandidaten der Fatah, Abbas. Den Kandidaten der Hamas, den derzeitigen Premier Ismail Hanije, würden 26 Prozent wählen.

22 Prozent bevorzugten den Tansim-Führer Marwan Barghuti, der wegen Terror-Attentaten eine lebenslange Haftstrafe in einem israelischen Gefängnis absitzt.

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