Demnach meinen 88 Prozent der Teilnehmer, die Veröffentlichung palästinensischer Geheimdokumente, laut denen Unterhändler den Israelis weitreichende Kompromisse angeboten haben, diene israelischen Interessen. Hingegen denken 5 Prozent, die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) profitiere davon. 7 Prozent sind der Ansicht, dass die Enthüllungen niemandem nützlich sind.
Die Mehrheit der Hamas-Anhänger hält die Dokumente für echt, während die Mehrheit der Fatah-Anhänger von einer Fälschung ausgeht.
Zudem empfinden 64 Prozent der Befragten „Al-Dschasira“ als nicht neutral und 36 Prozent als neutral. Der Sender sympathisiert nach Einschätzung von 62 Prozent mit der Hamas-Regierung in Gaza und nach Ansicht von 5 Prozent mit der Regierung in Ramallah. 33 Prozent schätzen das Netzwerk als objektiv ein.
Mit einem internen Konflikt durch die Veröffentlichung rechnen 83 Prozent der Umfrageteilnehmer. 18 Prozent hingegen meinen, sie werde keinen Einfluss haben.
Als vertrauenswürdigsten Sender sehen 23 Prozent der Befragten „Al-Dschasira“ an – im vergangenen Oktober waren es noch 45 Prozent. 26 Prozent vertrauen vor allem „Palestine TV“ und 20 Prozent „Al-Arabija“.
Das NEC hatte direkt nach der Veröffentlichung durch „Al-Dschasira“ vor einer Woche 897 erwachsene Palästinenser im Gazastreifen, im Westjordanland und in Ostjerusalem befragt.