Mehr Waffenschmuggel nach Gaza

GAZA (inn) – Seit dem israelischen Rückzug schmuggeln Palästinenser deutlich mehr Waffen von Ägypten in den Gazastreifen. Der Vorsitzende des Inlandsgeheimdienstes Schin Beit, Juval Diskin, sprach am Dienstag von einem Zuwachs um mehr als 300 Prozent.

“Wenn sie vor dem Abzug 200 bis 300 Gewehre pro Monat geschmuggelt haben, schmuggeln sie jetzt an die 3.000”, sagte Diskin vor dem Knesset-Ausschuss für Außenpolitik und Verteidigung. Zudem seien nach dem Rückzug drei Flugabwehrraketen in den Gazastreifen gelangt – vorher war es keine einzige. Hinzu kämen jeden Monat 200 Panzerabwehrraketen und Tonnen von Sprengstoff.

“Es ist klar, dass unser Rückzug aus dem Philadelphi-Korridor und unser Vertrauen auf die Ägypter sich als Irrtum erwiesen haben”, stellte der Vorsitzende des Komitees, Juval Steinitz (Likud), fest. “Die Ägypter handeln nicht wie die Jordanier, die verhindern, dass Waffen über die Grenze geschmuggelt werden. Sie stoppen den Schmuggel manchmal und manchmal nicht, aber in Wirklichkeit hat ihr Verhalten die Menge der Waffen, die nach Gaza geschmuggelt werden, drastisch erhöht.”

Diskin fügte laut der “Jerusalem Post” hinzu, die Terrorgruppen hätten die vergangenen Monate genutzt, um ihre militärischen Truppen aufzubauen und Kassam-Raketen mit großer Reichweite zu bauen. Wenn sie Unterstützung von außen erhielten, könnten die Gruppierungen innerhalb weniger Monate Langstreckenraketen haben. Außerdem planten die Palästinenser großangelegte Anschläge. Dafür wollten sie Tunnel vom Gazastreifen nach Israel graben.

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