Mehr Unterstützung für bedürftige Holocaust-Opfer

NEW YORK (inn) - Die Bundesregierung erhöht ihre Zuwendungen für Holocaust-Überlebende, die im Alter häusliche Pflege benötigen. Dies ist das Ergebnis eines Treffens der "Conference on Jewish Material Claims against Germany" in New York, an dem deutsche und israelische Vertreter teilnahmen.

Wie die Tageszeitung "Ha´aretz" meldet, wird die Bundesregierung für das Jahr 2012 umgerechnet 126,7 Millionen Euro bereitstellen. Im Vergleich zu 2011 wurde das Budget um 15 Prozent aufgestockt. Für 2013 wurde am Montag eine Summe von 136,7 Millionen Euro ausgehandelt, für 2014 sind es 140 Millionen Euro. Die Claims Conference, die 1995 eingerichtet wurde, agiert als Anwältin für das soziale Wohlergehen der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus.

Das Geld aus Deutschland wird an Behörden weltweit verteilt, um die Überlebenden der Judenverfolgung zu versorgen. Dadurch sollen sie trotz altersbedingter Probleme möglichst lange zu Hause leben können.

Ein weiterer Verhandlungspunkt war am Montag die Frage, wer in die Kategorie der Opfer fällt. Bislang wurde jeder unterstützt, der mindestens 18 Monate in einem Ghetto verbracht hatte. Von nun an wird die Bundesregierung individuell bei denjenigen entscheiden, die sich kürzer dort aufgehalten haben. Ein Kriterium ist hier die Härte der Verfolgung.

Der Chefunterhändler der Claims Conference, Stuart Eizenstat, lobte die Bundesregierung für ihr Verantwortungsbewusstsein: "Einmal mehr hat die deutsche Regierung ihre historische Verantwortung anerkannt, die Fürsorge für jüdische Holocaust-Opfer in ihren letzten Jahren zu unterstützen." Über Jahrzehnte hinweg habe sie gezeigt, dass sie entschieden sei, die Notlage von bejahrten Opfern zu lindern, die Fürsorge benötigten.

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