Mehr Tote durch Verkehrsunfälle als durch Kriege

JERUSALEM (inn) - Seit der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 kamen 29.997 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben - das sind über 6.000 Menschen mehr, als während der sieben Kriege des Landes getötet wurden.

Die Zahlen wurden am Mittwoch auf einer Pressekonferenz der nichtstaatlichen Organisation „Grünes Licht“ vorgestellt. Demnach verloren seit Beginn dieses Jahres 282 Menschen durch Verkehrsunfälle ihr Leben – das waren sechs Prozent mehr, als im gleichen Zeitraum 2007.

Der Vorsitzende der Organisation, Schmuel Abuav, übte während der Konferenz starke Kritik an der Regierung. Diese habe lediglich ein Fünftel der 2004 von einem speziellen Komitee zur Verbesserung der Verkehrssituation eingebrachten Vorschläge umgesetzt. Zudem wurde das Budget des Verkehrsministeriums für das kommende Jahr gekürzt. Durch diese Maßnahme müssten Hunderte Polizisten entlassen und mindestens 117 Polizeiautos aus dem Verkehr gezogen werden. Zusätzlich müsse die Entsendung von Schülerlotsen sowie die Durchführung von Alkoholtests eingeschränkt werden. Das meldet der Nachrichtendienst „Arutz Scheva“.

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