Mehr Selbstmorde bei Soldaten

JERUSALEM (inn) - Seit Beginn dieses Jahres haben sich bereits 19 Angehörige der israelischen Armee das Leben genommen. Im Gegensatz zu den Vorjahren stieg damit die Selbstmordrate bei den Soldaten wieder an.

Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, hatten im gesamten vergangenen Jahr 21 Armeeangehörige Suizid begangen.

Zu Beginn dieses Jahrzehnts war die Selbstmordrate mit 30 Todesfällen im Jahr 2000 und 35 Fällen 2005 besonders hoch. Die Armee hatte daraufhin spezielle Programme entwickelt. Unter anderem wurden Kommandeure geschult, um gefährdete Soldaten zu erkennen und ihnen rechtzeitig die nötige Hilfe anzubieten.

Von 2007 bis 2009 gab es daraufhin einen Rückgang der Selbstmorde, mit durchschnittlich 24 Fällen pro Jahr.

Ein Militärvertreter teilte gegenüber „Jediot Aharonot“ mit, dass die meisten Suizide in den vergangenen Jahren nicht mit dem Militärdienst in Verbindung standen. Untersuchungen der aktuellen Fälle hätten zu einem ähnlichen Ergebnis geführt. Laut dem Bericht wird jeder einzelne Selbstmord unabhängig untersucht.

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