Medwedew besorgt wegen arabischer Unruhen

MOSKAU (inn) - Der russische Präsident Dimitri Medwedew hat sich angesichts der arabischen Aufstände besorgt über die Zukunft des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses geäußert. Am Dienstag kam er in Moskau mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen.

Ebenso wie bei seinem Besuch in Jericho im Januar unterstütze er auch jetzt einen unabhängigen palästinensischen Staat mit Ostjerusalem als Hauptstadt, sagte Medwedew laut einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an". Doch er hege die Sorge, dass die aktuelle Gewalt in Libyen und anderen Ländern der Region dem zerbrechlichen Friedensprozess schaden könne.

"Einige Zeit ist seit meinem Besuch in den palästinensischen Gebieten vergangen, und leider hat sich die Lage in Nahost und Nordafrika nicht verbessert", fügte der Staatspräsident hinzu. "Im Gegenteil, sie ist deutlich komplexer geworden. Doch ich erwarte, dass wir trotz der aktuellen Schwierigkeiten den aktuellen Trend überwinden werden."

Abbas sagte, er verfolge ebenfalls die Entwicklungen, um zu sehen, wie sie den Friedensprozess beeinflussen würden. "Wenn sie uns zur Demokratie führen, sollte das unterstützt und begrüßt werden." Auch hoffe er, dass die Hamas-Führung seine Initiative für eine Aussöhnung mit der Fatah annehmen werde.

Am morgigen Donnerstag will der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu in Moskau ebenfalls mit Medwedew zusammentreffen. Ein Gespräch mit Abbas ist hingegen nicht geplant.

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