Er habe Israel in letzter Zeit mehrere Male besucht, sagte Matthäus laut dem Internetportal des Europäischen Fußballverbandes (UEFA). „Jeder, der nach Israel kam, verliebte sich in das Land. Meine Großmutter ist jüdisch, deshalb wäre sie entzückt, dass ich nach Israel komme. Ich kann es nicht erwarten, dass die Vorsaison im Juli beginnt, damit ich meine Mannschaft für den UEFA-Cup der nächsten Saison vorbereiten kann. Ich habe das Ziel, Netanja zum nächsten israelischen Titelgewinn zu führen.“
Der derzeitige Trainer Reuven Atar erlebt gerade eine erfolgreiche Phase mit seinem Team. Netanja hat gute Chancen, die Saison zum zweiten Mal in Folge auf dem zweiten Rang der Tabelle zu beenden. Am Samstag besiegte die Mannschaft in der Liga Hapoel Tel Aviv mit 3:0. Am Mittwoch trifft sie im Halbfinale des israelischen Pokals auf Tabellenführer Beitar Jerusalem.
Andreas Stamatiou aus dem Direktorium von Maccabi Netanja sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AP: „Ich hoffe, dass dies zu einer positiven Entwicklung in den deutsch-israelischen Beziehungen führen wird. Und dass Matthäus helfen kann, dass der Club in den nächsten zwei Jahren Schritte nach vorne macht.“
Bereits im Mai 2006 hatten Medien von einem Interesse des Deutschen an Maccabi Netanja berichtet. Doch er entschied sich damals dafür, gemeinsam mit Giovanni Trapattoni den österreichischen Club Red Bull Salzburg zu trainieren.
Derzeit nimmt Matthäus an einem dreimonatigen Trainerlehrgang teil. Er war bereits beim brasilianischen Club Atletico Paranaense, bei Rapid Wien, Partizan Belgrad und der ungarischen Nationalmannschaft beschäftigt. Als Spieler wurde er mit dem deutschen Team 1980 Europameister und 1990 Weltmeister. Seit 2001 ist er Ehrenspielführer des Deutschen Fußballbundes (DFB).