Marokko will Arafat Asyl gewähren – PLO-Chef will „offiziell“ nicht ins Exil

RAMALLAH (inn) – Während PLO-Chef Yasser Arafat offiziell eine Rückkehr ins Exil ablehnt, laufen offenbar hinter den Kulissen bereits die Verhandlungen – er will angeblich 70 Getreue mitnehmen.

Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ am Mittwoch meldet, hat sich Marokko offenbar bereit erklärt, Arafat Asyl zu gewähren, falls der Palästinenserführer sich der Forderung von Israels Premierminister Ariel Sharon beugt und die Palästinensischen Autonomiegebiete „für immer“ verläßt.

Unbestätigten Berichten zufolge, hat US-Außenminister Colin Powell die Verhandlungen mit Marokko geführt. Mit Zurückhaltung reagierte Marokko auf die Forderung Arafats, mehr als 70 Personen, darunter auch von Israel gesuchte mutmaßliche Terroristen, mit sich ins Exil zu nehmen.

Am Dienstag wurden Pläne der israelischen Regierung bekannt, wonach Arafat ausgewiesen werden soll. Ein Minister Arafats kündigte jedoch an, daß der PLO-Chef nicht ins Exil gehen werde: „Arafat wird hier bleiben und leben oder als Märtyrer sterben. Er wird Palästina nicht verlassen.“

Der Palästinenserführer sitzt seit fünf Tagen in seinem Hauptquartier in der Autonomiestadt Ramallah in Samaria fest.

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