Maduro: Bemühungen gegen US-Arroganz intensivieren

In Venezuela stößt der palästinensische Außenminister Al-Maliki mit seinen Anliegen auf offene Ohren. Auch Bolivien bekundet Unterstützung. Anlass für die Gespräche ist ein Treffen der Blockfreien Staaten.
Maduro (r.) versicherte Al-Maliki die Unterstützung Venezuelas

Foto: Nicolás Maduro, Facebook

Maduro (r.) versicherte Al-Maliki die Unterstützung Venezuelas

CARACAS (inn) – Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat seine bedingungslose Unterstützung für die palästinensische Sache betont. Grund dafür sei ein Sinn für Moral und humanitäre Verpflichtungen, sagte er am Sonntag bei einem Treffen mit dem Außenminister der Palästinensischen Autonomiebehörde, Riad al-Maliki, in Caracas. Dieser war für ein Ministertreffen der Blockfreien Staaten nach Venezuela gekommen, wie die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtet.

Maduro ergänzte, Venezuela und „Palästina“ müssten ihre Bemühungen intensivieren, um der Arroganz der US-Regierung und ihrer Politik entgegenzutreten. Diese widersprächen den Grundsätzen internationaler Beziehungen, die auf gegenseitigem Respekt, Nichteinmischung in interne Staatsangelegenheiten und Selbstbestimmung für Völker beruhten.

Al-Maliki informierte Maduro über Schritte der PA, auch vor dem Internationalen Strafgerichtshof und dem Obersten Gerichtshof. Die Autonomiebehörde wolle sich amerikanisch-israelischen Versuchen entgegenstellen, die palästinensische Sache zu „liquidieren“, indem Tatsachen vor Ort geschaffen und internationale Übereinkünfte umgangen würden.

Indes nahm Maduro auf Facebook Bezug auf ein Gespräch mit dem iranischen Außenminister: „Erfolgreiches Treffen mit seiner Exzellenz Mohammed Dschavad Sarif, Minister für Äußere Angelegenheiten der Islamischen Republik Iran. Ich dankte ihm für seine Rückendeckung angesichts des imperialistischen Blocks gegen Venezuela. Wir haben unsere Bereitschaft bekräftigt, die bilateralen Beziehungen zu festigen.“

Beziehungen mit Bolivien verstärkt

Am Rande des Ministertreffens sprach Al-Maliki am Montag zudem mit dem bolivianischen Außenminister Diego Pary Rodríguez. Die beiden unterzeichneten ein Abkommen zur Entwicklungszusammenarbeit. Darin geht es unter anderem um die Bereiche Landwirtschaft, Gesundheit und Energie.

Rodríguez betonte die festen historischen Beziehungen, welche die beiden Völker verbänden. Die palästinensische Sache sei für die Bolivianer eine zentrale Angelegenheit und ein grundlegender Bestandteil der Außenpolitik. Der PA-Minister dankte dem lateinamerikanischen Staat für dessen Unterstützung auf der internationalen Bühne.

Von: eh

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