Luftblockade aufgehoben – Steinmeier in Israel

JERUSALEM / BEIRUT (inn) – Israel hat am Donnerstagabend die Luftblockade gegen Libanon aufgehoben. Jetzt koordiniert es die Übergabe der Kontrolle über die libanesische Küste an die Truppen der Vereinten Nationen.

Die Seeblockade sei noch in Kraft, sagte die Sprecherin von Israels Premier Ehud Olmert, Miri Eisin, am frühen Freitagnachmittag. „Wir stimmen uns mit (dem französischen) General (Alain) Pellegrini ab, aber sie ist noch nicht beendet.“ Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, auch die Seeblockade sei bereits aufgehoben.

Steinmeier trifft Peretz und Livni

Unterdessen traf Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in Israel ein. Er sprach in Tel Aviv mit Verteidigungsminister Amir Peretz. Dieser sagte laut der Zeitung „Ma´ariv“, Deutschland komme möglicherweise bei der Freilassung der entführten Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev eine wichtige Aufgabe zu. Die Befreiung der Geiseln sei ein bedeutsamer Aspekt der UNO-Resolution 1701. Der Verteidigungsminister fügte hinzu, die israelische Armee habe ein Interesse daran, den Libanon möglichst bald zu verlassen. Doch zuerst müssten die UNO-Truppen im Süden des Landes stationiert werden.

Steinmeier traf auch die israelische Außenministerin Zipi Livni. Er berichtete ihr von einem Gespräch mit libanesischen Regierungsvertretern über das Schicksal der Entführten. „Ich weiß nicht, ob jetzt die Zeit ist, eine Vermittlung zwischen Israelis und Libanesen zu beginnen, aber wenn sie uns darum bitten, würden wir niemals nein sagen. In einem solchen Fall müssten wir untersuchen, wer für eine solche Vermittlung in Frage käme.“

Am Donnerstag hatte sich Steinmeier in Beirut mit libanesischen Vertretern getroffen. Unter anderem ging es um die Anfrage an die Bundesregierung, Marinesoldaten vor die libanesische Küste zu entsenden.

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