"Die Hamas erkennt unser Recht auf eine Existenz hier nicht an", so Livni laut einem Bericht der Tageszeitung "Ma´ariv". "Sie ist kein Partner für den Frieden und für ein Abkommen. Der richtige Weg, sich mit ihr zu messen, ist mit Gewalt, wie sie Israel bei der Operation ‚Gegossenes Blei‘ und danach angewandt hat." Damit bezog sich die Kadima-Vorsitzende auf die dreiwöchige Militäroperation gegen die Hamas-Infrastruktur zur Jahreswende 2008/09.
Livni stellte klar: "Bei allem, was den Umgang der Bewohner mit dem Beschuss und dem Handeln gegen die Hamas betrifft, gibt es hier keine Meinungsverschiedenheiten zwischen Opposition und Koalition." Sie unterstütze die Bewohner der Ansiedlungen in der Nähe des Gazastreifens, "die sich auch an diesem Tag mutig an der Front befinden und die Mission des Zionismus im westlichen Negev fortführen".
Weitere Abgeordnete der Knesset äußerten scharfe Kritik an dem Beschuss und forderten Konsequenzen. Mosche Matalon (Israel Beiteinu) sagte: "Es ist an der Zeit, dass die Welt aufhört, ihre Augen zu verschließen, und dass sie in ernüchterter Weise sieht, was das Schiff ‚Victoria‘ enthält – und von einem Ende bis zum anderen die Verbindung Iran-Syrien-Hisbollah-Hamas verurteilt. Heute wird Israel geschädigt. Wenn die Welt abseits steht, wird sie das kommende Ziel sein." Der Frachter "Victoria" war am Dienstag auf hoher See von der israelischen Marine aufgebracht worden. In der Ladung waren rund 50 Tonnen Waffen für den Gazastreifen versteckt.