Lieberman wirbt um Verständnis

JERUSALEM (inn) – Angesichts der Krisen in Nahost erwartet Israel von der Weltgemeinschaft mehr Verständnis für seine Ansprüche auf Sicherheit. Das hat der israelische Außenminister Avigdor Lieberman vor ausländischen Botschaftern in Jerusalem betont.
Fordert mehr Verständnis für Israel: der israelische Außenminister Avigdor Lieberman.

Lieberman kritisierte bei dem Treffen am Sonntag die Bewerbungen der Palästinenser bei Einrichtungen der Vereinten Nationen (Israelnetz berichtete). Einmal mehr habe sich der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, in letzter Minute einer Lösung verweigert. Bereits im Jahr 2008 habe er ein Angebot des damaligen israelischen Premierministers Ehud Olmert abgelehnt. „Es ist daher alles andere als sicher, ob Abbas eine Vereinbarung erzielen möchte, oder sich einfach auf das Schwarzer-Peter-Spiel konzentrieren möchte“, sagte Lieberman laut einer Mitteilung des Außenministeriums.
Zudem sei es „nicht konstruktiv“, die Palästinenser zu einseitigen Schritten wie die erfolgten Bewerbungen zu ermutigen. „Jeder, der dem Friedensprozess helfen möchte, sollte sich einen ausgewogenen Blick bewahren und nicht Israel die Schuld geben.“ Israel sei der einzige Staat im Nahen Osten, in dem Demokratie und Stabilität vorherrschten. Auch die Beziehungen zu den Palästinensern seien unter Kontrolle. „Wir erwarten daher von der Weltgemeinschaft mehr Verständnis für unsere Anforderungen, insbesondere bezüglich der Sicherheit.“

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