Lieberman trifft die „wahren Freunde im Weißen Haus“

Verteidigungsminister Lieberman erwartet schon bald die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem. Das hat er dem amerikanischen Vize-Präsidenten Pence bei seiner Reise in die USA mitgeteilt. Sie sprachen auch über den angewachsenen Antisemitismus im Land.
Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und Vize-Präsident Mike Pence trafen sich im Westflügel des Weißen Hauses

Foto: Vice President Pence, Twitter

Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und Vize-Präsident Mike Pence trafen sich im Westflügel des Weißen Hauses

WASHINGTON (inn) – Als die „wahren Freunde im Weißen Haus“ hat Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman die aktuelle US-Regierung bei seinem Treffen mit Vize-Präsident Mike Pence in Washington bezeichnet. Wie der israelische Nachrichtensender „i24News“ berichtet, war neben der Gefahr durch den Iran auch der angestiegene Antisemitismus in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Thema am Dienstag.

„Vize-Präsident Pence hat die Stärkung des besonderen Bandes zwischen Israel und den USA betont“, sagte Lieberman. Die von Donald Trump geführten USA seien für sein Land wahre Partner im Umgang mit den Herausforderungen der Region, besonders im Hinblick auf den Iran. Pence und Lieberman sprachen auch über die aktuellen Raketentests des Iran.

Angestiegener Antisemitismus in den USA

Lieberman bedankte sich beim Vize-Präsidenten für die Verurteilung der gehäuft auftretenden antisemitischen Vorfälle in den USA und die Gegenmaßnahmen, welche die US-Regierung getroffen habe. Mit dem Wiederaufbau der verwüsteten jüdischen Friedhöfe würden die USA beweisen, dass sie keinerlei Toleranz für Antisemitismus duldeten. Pence hatte den jüdischen Friedhof bei St. Louis, der vandalisiert wurde, selbst besucht.

Der israelische Verteidigungsminister betonte bei seinem Besuch auch, dass er die Verlegung der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem bald erwarte. Pence schrieb über sozialen Netzwerk „Twitter“, dass er sich von Liebermans Besuch geehrt fühle. Die Zusammenarbeit der beiden Länder in Fragen der Sicherheit Israels bezeichnete er als „unzerbrechlich“.

Treffen mit Verteidigungsminister Mattis und Außenminister Tillerson

Am Dienstag traf Lieberman auch den amerikanischen Verteidigungsminister James Mattis. Strategische Fragen des Nahen Ostens standen im Mittelpunkt des Gesprächs. Dabei äußerte der israelische Verteidigungsminister seine Sorge über den libanesischen Präsidenten Michel Aun und der Verstrickung der libanesischen Armee mit der Hisbollah. Lieberman wünscht sich eine aktivere Rolle der USA in der Region, um Stabilität zu schaffen.

Über das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) und den UN-Menschenrechtsrat sprach Lieberman am Mittwoch mit US-Außenminister Rex Tillerson. „Der UN-Menschenrechtsrat spielt nicht die Rolle, die ihm eigentlich zugewiesen ist“, sagte Lieberman. Der Rat wolle Israel degradieren und versuche dem Land Schaden zuzufügen. Es sei nicht akzeptabel, dass über 60 Prozent der eingebrachten Resolutionen auf Israel bezogen seien, während es Menschenrechtsverletzungen wie im Iran, Nordkorea oder Syrien gebe.

Von: mm

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