Lieberman: Koalition im Kampf gegen Terrorismus nötig

HERZLIJA (inn) – Die Vereinten Nationen sollen eine dauerhafte Koalition für den Kampf gegen die „Welt des Terrorismus“ einrichten. Das hat der israelische Außenminister Avigdor Lieberman am Dienstag auf der Konferenz für Terrorismus-Bekämpfung in Herzlija gefordert.
Fordert eine Koalition gegen die „Welt des Terrorismus“: Israels Außenminister Lieberman.

In den Augen Liebermans fehlt im Kampf gegen den Terrorismus oft der Weitblick. „Wir kämpfen immer den letzten Krieg, ohne den nächsten Krieg zu sehen oder zu erwarten.“ In Zukunft werde es darum gehen zu vermeiden, dass aus Terror-Organisationen terroristische Staaten werden. Das berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“.
Diesen Krieg müsse die Weltgemeinschaft jedoch gemeinsam angehen, fuhr Lieberman fort. Denn terroristische Staaten würden die Weltordnung „grundlegend“ verändern und stellten eine Gefahr für die freie Welt dar. In diesem Sinne begrüßte er die Initiative der USA, eine Koalition gegen die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ zu bilden. Diese Initiative sollte jedoch nicht nur auf IS beschränkt bleiben, sondern sich gegen die „Welt des Terrorismus“ wenden.
Bezüglich der radikal-islamischen Hamas sagte Lieberman, die größte Gefahr bestehe darin, die Terrorgruppe nicht militärisch zu besiegen. Denn aus jeder Kampfrunde in der Vergangenheit sei die Hamas politisch gestärkt hervorgegangen. So sei vor dem jüngsten Konflikt der palästinensische Präsident Mahmud Abbas die dominierende Kraft innerhalb der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gewesen, nun würde Umfragen zufolge der Hamas-Politiker Ismael Hanije in der Gunst der Bevölkerung vorne liegen.
Doch die Hamas sei auch militärisch stärker geworden. Bei der Operation „Gegossenes Blei“ zur Jahreswende 2008/2009 hätten die Raketen der Hamas nur 15 Kilometer weit gereicht, im Jahr 2012 zur Operation „Wolkensäule“ hätten die Raketen bereits Tel Aviv erreicht. Die Küstenstadt liegt etwa 70 Kilometer nördlich des Gazastreifens. In der jüngsten Operation „Starker Fels“ hätten sie bereits Hadera erreicht, das 50 Kilometer nördlich von Tel Aviv liegt.
Das Nachrichtenportal „Arutz Scheva“ weist darauf hin, dass die Hamas während des jüngsten Konflikts gesagt habe, jeglicher Waffenstillstand diene nur der Vorbereitung auf den nächsten Angriff auf Israel. Tatsächlich führte die Hamas einem Reporter vom arabischen Nachrichtensender „Al-Dschasira“ Anfang September durch angeblich neu gegrabene Terror-Tunnel. Ein „Widerstandskämpfer“ bekundete dort einmal mehr, die Tunnel dienten dem nächsten Kampf gegen den „zionistischen Feind“.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen