Lieberman auf Staatsbesuch in Aserbaidschan

BAKU (inn) - Israels Außenminister Avigdor Lieberman hält sich derzeit zu seinem ersten offiziellen Besuch in Aserbaidschan auf. Am Dienstag traf er in der Hauptstadt Baku Staatspräsident Ilham Aliijew. Beide sprachen unter anderem über den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Lieberman äußerte sich während des Treffens zuversichtlich darüber, dass in naher Zukunft indirekte Gespräche mit den Palästinensern beginnen könnten. Er brachte zudem seine Hoffnung zum Ausdruck, dass Aliijew die Wichtigkeit der Wiederaufnahme direkter Verhandlungen zwischen den Palästinensern und Israel bei dem anstehenden Besuch des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas betonen werde.

Lieberman traf sich auch mit seinem Amtskollegen Elmar Mamedjarow. In dem Gespräch ging es um die Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen, die Zusammenarbeit im Bildungs- und Energiewesen sowie um sicherheitsrelevante Themen. Mamedjarow habe den Wunsch geäußert, ein Team nach Israel zu entsenden, damit dieses die Entsalzungsanlagen in Hadera und Aschkelon besichtigen und studieren könnte. Das teilte das israelische Außenministerium mit.

Am Mittwoch traf sich Lieberman mit dem Parlamentssprecher Oktav Asadow, Führern der Ölindustrie sowie Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft. Zudem sprach er vor ausländischen Botschaftern im Land.

Lieberman lobte den Dialog zwischen Israel und Aserbaidschan als hervorragendes Beispiel für Kooperation zwischen einem modernen muslimischen Staat und dem jüdischen Staat. Die Toleranz, die sich die verschiedenen religiösen und ethnischen Gruppen in Aserbaidschan entgegen bringen, könnte als Model für Stabilität und Toleranz dienen, das Traditionen, Geschichte, Offenheit und allgemeine Werte der modernen Welt kombiniert.

Im Juni vergangenen Jahres hatte die Regierung Aserbaidschans, trotz Drohungen des Iran und der Islamischen Partei im eigenen Land, Israels Staatspräsident Schimon Peres empfangen. Der an das Land angrenzende Iran hatte daraufhin seinen Botschafter aus Aserbaidschan zu Konsultationen zurückgezogen.

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