Lieberman: Abbas „hat Bezug zur Realität verloren“

NEW YORK (inn) – Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat Mahmud Abbas‘ Rede vor der UN-Generalversammlung als „Botschaft des Hasses und der Hetze“ zurückgewiesen. Der Vorwurf des „Völkermords“ im Gazastreifen sei eine „Eskalation der Rhetorik“ des palästinensischen Präsidenten.
Lieberman hat die Rede von Abbas scharf kritisiert.

Der israelische Politiker übte starke Kritik an Abbas und seiner Rede am Freitag. Der Palästinenser sei kein wahrer Partner für den Frieden, sagte Lieberman während einer UN-Pressekonferenz in New York. „Es ist klar, dass er keine Absicht hat, mit Israel Frieden zu schaffen und es ist nicht das erste Mal“, sagte der Außenminister laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“.
Abbas hatte Israel eines Genozids in Gaza beschuldigt (Israelnetz berichtete). Lieberman meinte dazu: Abbas habe „den Bezug zur Realität verloren“. Mit diesem Kommentar beantwortete der Außenminister auf Hebräisch die Frage eines israelischen Reporters. Danach übersetzte der Minister seine Antwort ins Englische. Wie „Yediot Aharonot“ berichtet, nutzte er dann einen milderen Ausdruck und sagte, Abbas habe „seinen Weg verloren“.

„Abbas hat keine Kontrolle über den Gazastreifen“

Der Außenminister hinterfragte zudem, ob Abbas noch die Legitimation habe, für das palästinensische Volk zu sprechen. Es sei eindeutig, „dass er keine Kontrolle über den Gazastreifen hat und er seine Wahl für über vier Jahre verschoben hat“. Lieberman äußerte Zweifel an Abbas‘ Autorität.
Der palästinensische Präsident sei bei „allen innenpolitischen Themen gescheitert, er versucht, seine innenpolitischen Probleme mit der Eskalation seiner Rhetorik zu beheben, hier bei den Vereinten Nationen auf der internationalen Bühne“. Aber es sei klar, dass er keine Unterstützung habe und sich verirrt habe.

Keinen zuverlässigen Partner für Frieden

Israel wünsche sich einen strategischen Durchbruch in der Beziehung mit den Palästinensern. Dies hänge aber nicht nur von Israel ab. „Wir brauchen einen zuverlässigen Partner von der anderen Seite, und es tut mir leid, das zu sagen, dass wir keinen zuverlässigen Partner von der palästinensischen Seite haben, das ist ein Problem.“

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