Libanon erhebt Anklage wegen Raketenangriffs auf Israel

BEIRUT (inn) – Die libanesische Militärstaatsanwaltschaft hat am Montag drei Personen angeklagt, die in Verbindung stehen mit dem Raketenangriff im August von libanesischem auf israelisches Gebiet. Das melden Gerichts-Quellen. Die Personen hätten dadurch die libanesische Sicherheit gefährdet.
Ein libanesischer Militärstaatsanwalt klagt drei Personen an, die mit dem Raketenangriff auf Israel in Verbindung stehen. Im Bild ist die libanesische Hauptstadt Beirut.

Zwei Angeklagte hätten bereits gestanden, dass sie die vier Raketen zur Verfügung gestellt haben, die am 22. August aus dem Südlibanon abgefeuert wurden. Das berichtet die libanesische Tageszeitung „The Daily Star“. Sie hätten die Raketen aus dem Dorf Gaza im Westen des libanesischen Gouvernements Bekaa an einen Mann in die Stadt Tyros im Süden des Landes geliefert.
Gegen eine dritte Person wurde außerdem Anklage erhoben. Diese ist aber noch nicht identifiziert und auf freiem Fuß. Die Anklage beinhaltet den Punkt „Gefährdung libanesischer Sicherheit“.
Bei dem Angriff am 22. August war in mehreren nordisraelischen Städten Raketenalarm ausgelöst worden. Insgesamt wurden vier Katjuscha-Raketen aus dem Süden des Libanon auf Israel abgeschossen (Israelnetz berichtet). Eine explodierte auf freiem Feld, während eine zweite in einem Erholungsheim für Holocaust-Überlebende am Mittelmeer einschlug und „leichten Schaden“ anrichtete. Zwei weitere Raketen seien von dem Abwehrsystem „Eisenkuppel“ erfolgreich in der Luft abgeschossen worden. Menschen kamen damals nicht zu Schaden.
Seit dem Zweiten Libanonkrieg 2006 zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz herrschte weitgehende Ruhe entlang der Grenze. Es kam nur noch vereinzelt zu Raketenbeschuss auf Israel.

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