BEIRUT (inn) – Die libanesische Armee hat Waffen der radikal-islamischen Hisbollah konfisziert – damit begann der Libanon mit der Umsetzung der UN-Resolution 1701. Dies sagte der libanesische Verteidigungsminister Elias Murr am Dienstag vor Journalisten in Beirut.
„Es ist unsere Pflicht, die Waffen zu beschlagnahmen. Die libanesische Armee ist im Süden des Landes stationiert, um die Grenze zu verteidigen und um zu verhindern, dass dort irgendwelche anderen militärischen Körperschaften operieren“, sagte Murr laut der Tageszeitung „Jediot Aharonot“. Wie viele Waffen konfisziert wurden und wo genau, teilte der Verteidigungsminister allerdings nicht mit.
Die UN haben in der vergangenen Woche neue Richtlinien für ihre Truppen erlassen, die das Eingreifen im Südlibanon betreffen. Diese gestatten den Blauhelm-Soldaten, Gewalt gegen feindliche Aktivitäten jeglicher Art anzuwenden. Die UN haben bislang 5.200 Soldaten in den Libanon entsandt, insgesamt sollen es 15.000 Soldaten werden. Laut einer Stellungnahme der UN wurden nach dem Rückzug der israelischen Armee aus dem Libanon provisorische Kontrollstellen in den Operationsgebieten eingerichtet. Die dauerhaften Kontrollpunkte wurden von der libanesischen Armee errichtet.