Kroatien bietet Vermittlung zwischen Israel und Syrien an

ZAGREB (inn) - Syriens Staatspräsident Baschar al-Assad hat seine Bereitschaft zu Friedensverhandlungen mit Israel erklärt. Nach einem Treffen mit Kroatiens Staatspräsident Stjepan Mesic am Mittwoch in Zagreb sagte er, für solche Gespräche gebe es in seinem Land eine nationale Unterstützung. Mesic bot unterdessen an, bei entsprechenden Verhandlungen zu vermitteln.

Syrien hatte die im vergangenen Jahr mit türkischer Vermittlung geführten indirekten Verhandlungen während der israelischen Militäroffensive gegen die Hamas abgebrochen. Sein Land sei jedoch zu deren Wiederaufnahme bereit, so Assad. Für den Beginn der Gespräche müsste allerdings eine dritte Partei zugegen sein. Der syrische Staatschef forderte die europäischen Länder auf, bei der Wiederaufnahme der Verhandlungen zu helfen.

Kroatiens Staatspräsident Mesic forderte ebenfalls neue Verhandlungen. Die Golan-Höhen müssten an Syrien zurückgegeben werden, für Israel müsse Sicherheit garantiert werden, so Mesic.

Mesic traf israelische Politiker

Laut einem Bericht der Tagszeitung “Jerusalem Post” hatte Mesic bei einem Treffen mit Israels Premier Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Schimon Peres in der vergangenen Woche in Jerusalem seine Vermittlung für Verhandlungen mit Syrien angeboten. Assad habe ausrichten lassen, er sei an entsprechenden Gesprächen mit Israel interessiert.

Bei dem Treffen mit den israelischen Politikern wies Mesic auf seine guten Kontakte zu Assad hin. Er sei mit dem syrischen Präsidenten regelmäßig im Gespräch, um die Beziehungen zwischen Zagreb und Damaskus zu stärken. Assad sei ein “ernsthafter und intelligenter Führer”, so Mesic.

Dem Bericht zufolge stimmte Netanjahu der Aufnahme der Verhandlungen mit Syrien ohne Vorbedingungen zu. Er ziehe jedoch direkte Gespräche vor. “Ich habe Verhandlungen mit dem älteren Assad geführt, ich sehe keinen Grund, warum ich nicht auch Verhandlungen mit dem Jüngeren führen soll”, zitiert “Ha´aretz” den israelischen Premier.

Mesic schlug unterdessen vor, den Sommersitz des früheren jugoslawischen Präsidenten Tito auf den Brijuni-Inseln als Ort für die Gespräche zu nutzen.

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