Krebserregende Strahlung in der Knesset?

JERUSALEM (inn) - In den vergangenen Jahren sind mehrere Abgeordnete und Angestellte des israelischen Parlaments an Krebs erkrankt. Nun soll eine Firma untersuchen, ob es in der Knesset eine gesundheitsschädliche Strahlung gibt.

Unter den Parlamentariern, die krank wurden, sind Benni Elon, Juli Tamir und Juri Stern – er starb an Krebs. Auch zwei Assistentinnen von Tamir sind betroffen. Fast alle Abgeordneten hatten ihre Büros in demselben Gebäudetrakt, wie die Tageszeitung „Ma´ariv“ berichtet.

Sprecher Giora Pordes hat seinen Arbeitsplatz wegen Renovierungsarbeiten in diesen Flügel verlegt. „Wir schließen keine Möglichkeit aus“, sagte er. „Zur Sicherheit haben wir eine private Firma engagiert, die untersuchen soll, ob es dort eine gefährliche Strahlung gibt. Und wenn ja – was dann geschehen soll.“

Antennen, Stromkästen und Leitungen werden überprüft

Die Experten sollen mit Detektoren das gesamte Gebäude daraufhin untersuchen, ob elektromagnetische Strahlung in einer gefährlichen Menge vorhanden ist. Sie überprüfen Mobilfunkantennen, Transformatoren, Stromkästen, Fußbodenheizungen, Leitungen oder elektrische Geräte, die Strom- und Magnetfelder erzeugen können. Denn unter Umständen können sie zu Blutkrebs, weiteren Krankheiten und Gesundheitsschäden führen.

Bereits früher hatten sich Angestellte darüber beschwert, dass sich an den Zimmerdecken zu viele Mobilfunkantennen und Verstärker befänden. Vertreten wurden sie von dem Rechtsanwalt Schlomo Schoham, dem juristischen Berater des Verfassungsausschusses. Die Antennen können nach seiner Ansicht die Gesundheit der Mitarbeiter gefährden.

„Wir machen alle zwei Monate periodische Untersuchungen“, so Pordes. „Die Untersuchung, die diese Woche beginnt, ist zusätzlich. Wenn sich herausstellt, dass es eine Strahlung gibt, die die Gesundheit gefährdet, werden wir dafür sorgen, dass die Lage verbessert wird.“

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