Im Hadassah-Klinikum warten zur Zeit 20 arabische Patienten auf eine passende Knochenmarkspende. In 40 Prozent der bislang in dem Krankenhaus behandelten Fälle konnte kein passendes Mark gefunden werden. Selbst nicht unter den Familienangehörigen. Das berichtet das Internetnachrichtenportal „YeshivaWorldNews“.
Bei der Suche in internationalen Datenbanken sei festgestellt worden, dass die Chancen, passende Spender zu finden, für die arabische Gemeinschaft sehr schlecht stehen. Weltweit liegen diese derzeit bei lediglich zwölf Prozent, teilte der Leiter des Projektes, Emil Bischara, mit. Die Chancen für europäische Patienten liegen hingegen bei etwa 80 Prozent.
Die Datenbank des Hadassah-Krankenhauses beinhaltet rund 63.000 Namen, lediglich 200 Personen davon entstammen der arabischen Gemeinschaft. Laut Bischara habe das Krankenhaus mit dem Aufbau der Datenbank bis zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan gewartet. Nun soll durch die Verbreitung von entsprechender Literatur und Anzeigen in arabischen Medien für das Projekt geworben werden. Bischara hoffe, dass sich zahlreiche Frauen und Männer zwischen 18 und 55 Jahren melden, sich Blutproben entnehmen und registrieren lassen, heißt es in dem Bericht weiter.