Krankenhäuser behandeln Patienten in der Tiefgarage

Israelische Krankenhäuser reagieren auf den iranischen Raketenbeschuss. Patienten werden in der Tiefgarage behandelt.
Von Marc Neugröschel

JERUSALEM (inn) – Angesichts der aktuellen Raketenangriffe aus dem Iran haben israelische Krankenhäuser die stationären Patienten in ihre unterirdischen Tiefgaragen verlegt. Wo sonst Autos parken, stehen jetzt Krankenbetten. Zwischen Betonpfeilern, Parkbuchtnummern und freiliegenden Rohrleitungen versorgen Ärzte und Pflegekräfte des Jerusalemer Hadassa-Krankenhauses ihre Patienten.

Gelbe Vorhänge trennen die improvisierten Behandlungsplätze, Monitore blinken unter grellem Neonlicht. Infusionsständer stehen dort, wo normalerweise Stoßstangen enden.

„Alle Patientinnen und Patienten, die zu entlassen wir verantworten konnten, haben wir nach Hause geschickt“, sagt Schir Schabbat, Ärztin am Hadassa-Krankenhaus. „Nur diejenigen, die zwingend stationär betreut werden müssen, behandeln wir hier unten weiter.“

Belastende Lage

Die organisatorische Umstellung sei erfolgreich verlaufen. „Seit dem letzten Krieg mit dem Iran haben wir entsprechende Erfahrung. Medizinisch haben wir die Situation im Griff. Aber für die Patienten ist die Lage hier unten dennoch sehr belastend. Es ist eng, laut und hell. Besonders für Menschen mit psychiatrischen Vorerkrankungen ist das eine enorme Herausforderung.“

Auch das Pflegepersonal arbeitet unter Ausnahmebedingungen. Eine Kinderkrankenschwester berichtet: „Wir müssen vieles improvisieren. Nicht alles steht hier in der gewohnten Ausstattung zur Verfügung. Aber dafür sind wir hier unten vor Raketen geschützt.“

In der Nacht zu Samstag hatten die USA und Israel eine Militäroperation gegen den Iran begonnen. Sie gelte dem islamistischen Regime, heißt es. Der Iran feuerte daraufhin Raketensalven auf Israel, aber auch auf mehrere arabische Länder ab.

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5 Antworten

  1. Wenn man nicht wüsste, daß es sich um eine Tiefgarage handelt ginge der Komplex auf dem Bild glatt als reguläres Krankenhaus durch.
    SHABBAT SHALOM

    1
  2. Alles Gute für Israel!

    Ich persönlich hoffe dass auch das iranische Staatsfernsehen während einer Live-Übertragung wieder etwas von den IDF „geliefert“ bekommt und die Moderatorinnen dann wieder vor Schreck vor der Kamera hüpfen! 😉
    „Breaking-News“ mal anders! 🤭

    1
  3. Ich hoffe, dass es unseren Forumsmitgliedern in Israel gut geht; ich bekomme sehr viele Textnachrichten von meinem Verwandten, dass seit heute Morgen keine Stunde vergeht, ohne mindestens einen Alarm.🙏🇮🇱

    0

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