Kommt Powell nach Israel?

JERUSALEM (inn) – „Ein paar Wochen“ nachdem der neue palästinensische Premierminister Mahmoud Abbas sein neues Kabinett vorgestellt hat und die „Roadmap“ veröffentlicht wurde, will US-Außenminister Colin Powell den Nahen Osten besuchen. Diplomaten wollten sich allerdings bislang nicht auf ein genaues Datum festlegen.

Die Reiseabsichten des amerikanischen Außenministers deuteten auf eine Intensivierung des amerikanischen Engagements im israelisch-palästinensischen Konflikt, bedeuteten aber nicht den Beginn von erneutem Druck auf Israel. Vielmehr hänge sehr viel davon ab, wie weit die neue palästinensische Regierung dazu in der Lage sein werde, palästinensischem Terror Einhalt zu gebieten.

Aus Diplomatenkreisen war zu vernehmen, die USA würden zwar die Veröffentlichung der „Roadmap“ vorantreiben, wollten dadurch aber in keiner Weise den jüdischen Staat zu einseitigen Zugeständnissen drängen, oder gar den Eindruck erwecken, Terror würde belohnt.

Powell betonte, er wolle im Rahmen dieser Reise auf jeden Fall auch Damaskus besuchen, um mit Syrien eine Einigung im Blick auf sein vermutetes ABC-Waffenprogramm und den Verdacht auf Unterstützung des gefallenen Regimes von Saddam Hussein zu erreichen. Der US-Außenminister kündigte ferner an, daß das verstärkte Nahostengagement seiner Regierung einen Besuch von Präsident George W. Bush in der Region vorsehe.

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