Kommentar: Mit der GEW Israel hassen

FRANKFURT/MAIN (inn) – Die hessische Abteilung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bietet für ihre Pädagogen eine Studienreise nach „Palästina/Israel“ an. Das Programm lässt auf eine Propagandafahrt schließen.
In Ramallah werden die Teilnehmer der Bildungsreise untergebracht.

Foto: Dana Nowak, Israelnetz

In Ramallah werden die Teilnehmer der Bildungsreise untergebracht.

Nach einer Anreise über Kiew stehen auf dem Programm Gespräche und Treffen mit palästinensischen Organisationen wie „Al-Haq“, das Bethlehemer Forschungszentrum „Applied Research Institute – Jerusalem“ (ARIJ) von Raed E Abed Rabbo und ein Gespräch mit Ali Dschiddah vom „Alternativen Informationszentrum“ in Jerusalem. In Nablus sind Gespräche mit „Aktivisten“ geplant. Der Hydrologe Clemens Messerschmidt wird die Gruppe zu einem „Wassertag“ durch das Jordantal führen. Messerschmidt bezichtigt Israel, den Palästinensern Wasser zu stehlen und behauptete, dass Israel (nicht existierende) Staudämme gebaut habe, um den Gazastreifen zu überschwemmen. Mit Masin Kumsijeh von der Universität Bethlehem wird einer der führenden Aktivisten des „gewaltlosen Widerstands“ in „Palästina“ vorgestellt, dessen Aktionen zu gewalttätigen Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften führen.
Obgleich die Studienreise laut Ankündigung auch nach Israel führt, stehen nur eine Busfahrt durch „die jüdische Siedlung Ma‘aleh Adumim“ und ein Besuch im palästinensisch-israelischen Dorf Neve Schalom / Wahat al-Salam im Programm. Danach geht es zu den Ruinen des „ehemaligen palästinensischen“ Dorfes Sar‘a. Das biblische Dorf geriet 1948 zwischen die Fronten. Seine Bewohner flohen nach Kalandija, einem Flüchtlingslager in Jerusalem, aus dem auch der Reiseleiter Fuad Hamdan stammt. Seit 1993 ist er Geschäftsführer des „Eine-Welt-Hauses“ in München.
Hamdan vertritt die „Einstaatenlösung“ und die „Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge“. Dieser Revisionismus stößt auf keine Kritik. Vertreter der Sudetendeutschen, Ostpreußen oder Schlesier werden hingegen selten von deutschen Gewerkschaften eingeladen. In der „Süddeutschen Zeitung“ schrieb Hamdan, Israel sei „mit Abstand die stärkste und zugleich aggressivste Militärmacht in der Region. Der kleine David hat sich längst zu einem atomaren Monster entwickelt.“ Es fragt sich, was die Gewerkschaft deutscher Erzieher und Lehrer mit dieser Propagandafahrt für ihre Mitglieder bezweckt. Kein Wunder, wenn derart indoktrinierte Lehrer daheim dem Hass auf Juden wenig entgegensetzen.
Die GEW schreibt: „Es ist eine besondere Verpflichtung der Pädagogen und Wissenschaftler in Deutschland, ein Klima der Toleranz gegenüber Minderheiten zu schaffen. Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Kulturen zu ermöglichen, ist in unserer Zeit eine Hauptaufgabe aller gesellschaftlichen Einrichtungen und Gruppen.“ Für Juden oder Israelis scheint das bei den hessischen Vertretern der GEW nicht zu gelten. (uws)

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