Hesekiel verheißt, dass das Land Israel grünen und blühen wird

Hesekiel verheißt, dass das Land Israel grünen und blühen wird

Israel – gesegnet und geheiligt

Der Gott Israels offenbart sich als Schöpfer der Welt. Noch mehr: Juden und Christen glauben, dass dieser Gott Geschichte schreibt. Das Weltgeschehen ist nicht eine Vielzahl von Zufällen, sondern Gottes Heilsgeschichte.

In besonderer Weise wird Gottes Tun in der Geschichte und dem Geschick Israels sichtbar. Gott lebt, indem er nicht aufhört, mit diesem Volk Geschichte zu machen. Der Prophet Hesekiel beschreibt im Kapitel 36 inmitten der großen Katastrophe, die in die babylonische Gefangenschaft des Volkes mündete und die Verwüstung des Landes mit sich brachte, eine neue Heilszeit für Land und Volk. Die bescheidene Rückkehr des Volkes aus Babylon, die weltweite Zerstreuung in der Zeit der Römer und die Heimkehr des Volkes in unseren Tagen sind gleichermaßen in Hesekiel 36 zu erkennen.

Neben dem Heil für das Volk wird die Zukunft für das Land angesagt: „Ihr Berge Israels sollt wieder grünen und eure Frucht bringen meinem Volk Israel, denn bald sollen sie heimkehren. Denn siehe, ich will mich wieder zu euch kehren und euch mein Angesicht zuwenden, dass ihr angebaut und besät werdet.“

Wer heute durch Israel reist, muss das nicht mehr glauben – es ist zu sehen. Ein Zeugnis der Wirklichkeit Gottes. Die Erneuerung Israels in der Endzeit ist das große Zeichen Gottes für die Welt. An diesem Punkt dürfen wir kurz innehalten: Drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, nach dem Ende der Katastrophe von Auschwitz, beginnt die Geschichte des modernen Staates Israel. Es gab den mörderischen Plan einer „Endlösung der Judenfrage“ in der nationalsozialistischen Zeit. Noch in den Wirren der Nachkriegszeit beschlossen die Vereinten Nationen das Ende des britischen Mandats „Palästina“ und die Teilung des Gebietes. Damit ermöglichten sie die Gründung eines „Judenstaates“, der den Namen „Israel“ erhielt.

Heute ist der Staat Israel trotz Krieg und Terror stark und stabil, ein sicherer Hafen für die Juden der Welt. Die Einwanderung geht weiter. In den vergangenen Jahrzehnten kamen Juden in der Tat von den Enden der Erde. Aus Polen, Russland und der Ukraine, aus den USA, Argentinien und Chile, aus Österreich, Frankreich und Deutschland, aus Äthiopien, Indien und dem Irak.

Israel – Vollendung in der Zukunft

Laut Hesekiel 36 wird Gott sein Volk reinigen, segnen und heiligen. Das steht noch aus und ist Zukunftsmusik. Von einem neuen Herzen und einem neuen Geist ist die Rede. „So spricht Gott der HERR: Zu der Zeit, wenn ich euch reinigen werde von allen euren Sünden, will ich die Städte wieder bewohnt sein lassen, und die Trümmer sollen wieder aufgebaut werden.“

Hesekiel verheißt an einem Tiefpunkt der Geschichte Israels für die nahe Zukunft die Rückkehr ins Land, das wieder grünen und blühen wird. Zugleich verheißt er für eine ferne Zeit die Erneuerung Israels. Als roter Faden zieht sich durch das Kapitel 36 der Fingerzeig, dass am Handeln Gottes dessen Größe und Güte erkennbar wird. So sollen die Berge und Hügel, die Bäche und Täler, soll das Land erfahren, dass Gott der Herr ist (V. 11). Die Heiden, das heißt alle Völker der Welt, sollen erfahren, dass er Gott ist (V. 23). Und schließlich soll auch Israel erkennen, dass Gott der Herr ist (V. 38).

Aus über einhundert Staaten der Erde sind Juden gekommen. Sie bilden heute das Volk Israel, das zuerst gesammelt und dann erneuert wird. Unvorstellbar noch vor 150 Jahren: Ein moderner demokratischer Staat, in dem neben der jüdischen Mehrheit gleichberechtigt auch Araber und Minderheiten wie Drusen und Tscherkessen leben. Zeigt sich vor unseren Augen, was Hesekiel 47,21–23 beschreibt?

„Wenn ihr das Los werft, um das Land unter euch zu teilen, so sollt ihr die Fremdlinge, die bei euch wohnen und Kinder unter euch zeugen, halten wie die Einheimischen unter den Israeliten; mit euch sollen sie ihren Erbbesitz erhalten unter den Stämmen Israels, und ihr sollt auch ihnen ihren Anteil am Lande geben, jedem bei dem Stamm, bei dem er wohnt, spricht Gott der HERR.“

Von: Egmond Prill

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