Kolumbianischer Präsident weiht Innovationszentrum ein

Kolumbien hat die drittgrößte Volkswirtschaft Südamerikas. Um sich weiterzuentwickeln, setzt das Land auf die Zusammenarbeit mit Israel – und nimmt den jüdischen Staat zum Vorbild.
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Der kolumbianische Präsident Iván Duque reiste mit einer 95-köpfigen Delegation nach Jerusalem

Foto: Christian Cantor, Twitter

Der kolumbianische Präsident Iván Duque reiste mit einer 95-köpfigen Delegation nach Jerusalem

JERUSALEM (inn) – Der kolumbianische Präsident Iván Duque hat am Dienstag ein Handels- und Innovationszentrum in Jerusalem eröffnet. Es soll die wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit seines Landes mit Israel fördern. Das nun eröffnete Büro von „Innpulsa“, der staatlichen Agentur für Unternehmertum und Innovation, ist das erste seiner Art, das sich außerhalb von Kolumbien befindet.

Bei der Eröffnung erklärte die israelische Wissenschaftsministerin Orit Farkasch-Hacohen (Blau-Weiß), dass Kolumbien „ein echter Freund Israels“ sei. Auch wenn Regierungen Abkommen schließen, so seien es doch die Menschen, die Brücken zwischen Nationen bauen. Das nun eröffnete Innovationszentrum könne der bilateralen Zusammenarbeit bedeutende Impulse verleihen.

Duque beschrieb später auf Twitter die Eröffnung als „Meilenstein in den Beziehungen zwischen Kolumbien und Israel“. Israel sei der wichtigste Partner und ein Vorbild für das südamerikanische Land in Sachen Innovation.

Empörung palästinensischer Vertreter

Bereits am Montagabend traf Duque den israelischen Präsidenten Jitzchak Herzog. Bei dem Staatsdinner sagt er, dass die israelisch-kolumbianischen Beziehungen noch nie so gut gewesen seien, wie aktuell. Er lobte die vielseitige Zusammenarbeit der beiden Staaten. Zuvor traf er Premierminister Naftali Bennett (Jamina). In den Gesprächen ging es um die Bedrohung Israels durch den Iran. Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Außerdem dankte Bennett Duque dafür, dass er die Hisbollah und die iranischen Revolutionsgarden auf die Terrorliste gesetzt hat.

Duque wird von einer 95-köpfigen Delegation in Israel begleitet. Neben Vertretern der Wirtschaft und der jüdischen Gemeinschaft Kolumbiens reisen auch die Minister für Verteidigung, Gesundheit, Landwirtschaft, Umwelt und Handel mit ihrem Präsidenten

Wenig erfreut über das Innovationszentrum zeigten sich palästinensische Vertreter. In einer Stellungnahme erklärte das Außenministerium der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), dass es entsetzt und zutiefst besorgt über die Eröffnung sei. Es forderte Kolumbien auf, den Schritt rückgängig zu machen.

Von: mas

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