Kollaborateur in Gaza hingerichtet

GAZA (inn) - Ein Palästinenser ist im Gazastreifen wegen Kollaboration mit Israel hingerichtet worden. Dies gab das dortige Innenministerium am Mittwoch bekannt. Ein Fatah-Vertreter kritisierte die Exekution als "falsch und voreilig".

Wie die palästinensische Nachrichtenagentur "Ma´an" berichtet, war es die sechste Hinrichtung, welche die Hamas-Regierung in Gaza vornahm. Damit verstieß sie gegen das geltende Gesetz, demzufolge der palästinensische Präsident die Urteile vor der Vollstreckung unterzeichnen muss. Das Ministerium teilte mit, der Palästinenser sei hingerichtet worden, nachdem alle Einspruchsmöglichkeiten ausgeschöpft worden seien. Auch sei die Genehmigung der Regierung im Gazastreifen eingeholt worden.

Der Mann war am 19. April zum Tode durch ein Exekutionskommando verurteilt worden. Das Gericht urteilte, dass seine Spionage geholfen habe, Palästinenser gezielt zu töten. Einzelheiten über den Fall wurden nicht bekanntgemacht.

Der Fatah-Führer Faisal Abu Schahla kritisierte in Kairo die Hinrichtung. Dort nimmt er an der Zeremonie zur offiziellen Unterzeichnung des Versöhnungsabkommens mit der Hamas teil. "Die Entscheidung war falsch und voreilig", sagte er. "Sie hat gegen das Gesetz verstoßen und hätte nicht umgesetzt werden sollen."

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