Körperteile von Astronaut Ramon identifiziert – Beisetzung in Israel

WASHINGTON / JERUSALEM (inn) – Mit Hilfe einer DNA-Analyse haben Experten Körperteile des israelischen Astronauten Ilan Ramon eindeutig identifiziert. Dies teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA am Mittwochmorgen mit.

“Das ist für uns alle eine Erleichterung, vor allem für die Angehörigen”, sagte ein Soldat der israelischen Luftwaffe, der mit Ramon einen Fliegerkurs absolviert hat. Bei der Identifizierung half auch ein Mitarbeiter des Armeerabbinats. Die sterblichen Überreste sollen nun bald nach Israel überführt und mit militärischen Ehren bestattet werden. Ramons Witwe Rona und ihre vier Kinder werden gleichzeitig ins Heilige Land reisen.

Nach der offiziellen Gedenkfeier für die sieben verunglückten Astronauten aus der “Columbia” traf sich der amerikanische Präsident George W. Bush mit den Angehörigen. Ramons Vater Eliezer Wolfermann erzählte dem Radiosender “Arutz Sheva”: “Wir gingen in einen kleinen Raum. Dort sprach der Präsident sehr liebevoll mit jedem einzelnen von uns.”

Mit der neuen Heldenrolle seines Sohnes tut er sich schwer. “Es wäre mir lieber, Ilan wäre kein Held und dafür noch am Leben”, sagte Wolfermann.

NASA-Mitarbeiter suchen unterdessen weiter nach den Teilen des abgestürzten Raumschiffes, um die Unglücksursache herauszufinden. Sie haben die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Angaben der Tageszeitung “Ma´ariv” zufolge sind allerdings schon etwa hundert Fundstücke gestohlen worden.

Offenbar war bereits wenige Tage nach dem Start der “Columbia” bekannt, daß die linke Tragfläche beschädigt war. Die Ingenieure der NASA seien jedoch davon ausgegangen, daß dadurch keine Gefahr für die Astronauten bestehe, schreibt “Ma´ariv”. Damit widersetzten sie sich einem NASA-Dokument, laut dem man auch bei geringer Beschädigung einen gewaltigen Schaden in Betracht ziehen müsse.

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