König David als Lichtshow

Mit moderner Technik hat die Davidszitadelle in Jerusalem eine neue Vorstellung über den biblischen König David konzipiert. Ab dem 1. April werden Zuschauer aus aller Welt erwartet, um das neue Schauspiel bewundern.
Bilder einer Ausstellung: Eine Lichtshow in Jerusalem zeigt das Leben König Davids

Foto: Israelnetz/mh

Bilder einer Ausstellung: Eine Lichtshow in Jerusalem zeigt das Leben König Davids

JERUSALEM (inn) – In den ehrwürdigen Gemäuern der Davidszitadelle werden ab Ostersonntag neue Klänge ertönen. Vor allem aber sind viele Bewegtbilder zu sehen, die die 3.000 Jahre alte Geschichte des Königs David nacherzählen: Von dessen Leben als junger Schafhirt über seine Eroberung Jerusalems bis hin zum Ehebruch mit Bathseba. All das wird dem Zuschauer in einer knappen Stunde vor Augen geführt.

Dass die Bilder an den Mauern mitunter täuschend echt wirken, ist einer neuen Technik namens M-Vision-Laser zu verdanken. 18 Beamer projizieren die Bilder an die Mauern der Zitadelle. Mit 20 Lautsprechern und mehr als zehn Kilometern verlegter Kabel ist es die größte Installation dieser Art weltweit. „Ein Projekt in dieser Größe – eine wirkliche Herausforderung“, erklärt Systemdesigner Eli Geffen.

Faszinierende Gestalt

Der kreative Kopf hinter der neuen Vorstellung ist Renee Sivan: „Die Geschichte des Königs David ist faszinierend. In ihr kommt alles vor, was eine gute Geschichte ausmacht: Er war Dichter, Krieger, Komponist und Musiker. Noch dazu lief er den Frauen hinterher.“

Doch obwohl er der am häufigsten dargestellte König überhaupt ist, sei es sehr schwer gewesen, die Vorstellung zu gestalten, merkt Sivan an. „Rembrandt, Michelangelo und Chagall sind nur wenige der vielen Künstler, die den König dargestellt haben. Ich wollte diese Werke mit einbinden, doch sie geben keine Auskunft darüber, wie sich die Menschen zur Zeit König Davids gekleidet haben, was für Teppiche sie hatten, oder welche Musik sie spielten.“

Mit König David haben sich schon viele Künstler auseinandergesetzt Foto: Israelnetz/mh
Mit König David haben sich schon viele Künstler auseinandergesetzt
Wäre heute bestimmt ein Kandidat für den Eurovision Song Contest: David spielt Saul vor Foto: Israelnetz/mh
Wäre heute bestimmt ein Kandidat für den Eurovision Song Contest: David spielt Saul vor
Die Lichtschau zeigt auch die Salbung König Davids Foto: Israelnetz/mh
Die Lichtschau zeigt auch die Salbung König Davids

Was Sivan heute sagt, wenn sie ihr Werk in den alten Mauern betrachtet? „Wir haben es geschafft! Für das Ergebnis hat sich der große Aufwand der letzten zwei Jahre gelohnt! Dieser Ort birgt ohnehin so viele Emotionen. Der Klang der Musik, die Lichter und Bilder auf den Mauern ergänzen aber einen ganz eigenen Zauber!“

Bilder als universale Sprache

Was es mit der Bildershow konkret auf sich hat, erklärt Eilat Lieber, die Direktorin der Davidszitadelle. „Als Museum geht es uns darum, Inhalte zu vermitteln. Jerusalem ist wichtig für so viele Menschen auf der Welt. Deshalb wollen wir die Technologie als Sprache des 21. Jahrhunderts bestmöglich nutzen.“

Mit der Show hofft sie auch, junge Menschen für Archäologie zu begeistern. „Weniger als 35 Prozent der israelischen Studenten schreiben sich in den Universitäten für Archäologie ein. Dabei birgt unser Land noch so viele unentdeckte Schätze.“

Natürlich hofft sie auch auf viele weitere Besucher. „Die bisherige Lichterinstallation zu Jerusalem hatte in den vergangenen zehn Jahren mehr als zwei Millionen Besucher. Sie wird weiterhin gezeigt werden. Doch wer sie schon gesehen hat, sollte sich unbedingt auch die Vorstellung über David anschauen. Pessach und Ostern sind ein passender Zeitpunkt für den Startpunkt der Show.“

Am Ende der Vorstellung ist über einem virtuellen Orchester übrigens ein Vers in Hebräisch, Arabisch und Englisch auf die Mauern projiziert. Psalm 122,6 ist König David zugeschrieben: „Betet für den Frieden Jerusalems. Es möge wohlgehen denen, die dich lieben! Es möge Friede sein in deinen Mauern!“

Von: mh

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