Kinder üben “Kampf gegen Juden”

GAZA (inn) - Palästinensische Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen Tagen im Gazastreifen den Gebrauch von Waffen trainiert. Er wolle jüdische Kinder töten, sagte ein Elfjähriger im Gespräch mit der Online-Ausgabe der israelischen Zeitung "Jediot Aharonot" (ynet). Verantwortlich für die Übungseinheiten war die Gruppierung "Volkswiderstandskomitees" (PRC).

Laut “ynet” waren der elfjährige Muhammad und ein vierjähriger Junge die “Stars” des Trainings. Muhammad schoss mit einem Gewehr und einem Revolver. Der Vierjährige konnte ohne Hilfe von Erwachsenen einen Revolver bedienen. “Ich bin hier, um zu trainieren, gegen Juden zu kämpfen und jüdische Kinder zu töten”, sagte Muhammad auf die Frage nach seiner Motivation.

Er sei in den Ferien nicht ans Meer gegangen oder habe mit Freunden gespielt, denn: “Die Eltern der jüdischen Kinder sind Soldaten und Offiziere, die uns hier töten”, antwortete der junge Palästinenser auf die entsprechende Frage. “Ich will, dass diese Eltern schmecken, was es heißt, Kinder zu töten, wie sie es jeden Tag mit den Palästinensern machen. Ich will lieber draußen im Kampf gegen die Besatzung sterben als zu Hause durch eine Rakete, die mich und meine Familie auslöscht, wie es Hunderten palästinensischen Kindern passiert ist.”

“Man kann dem zionistischen Feind nicht trauen”

PRC-Sprecher Abu Amir erklärte, die Übungen sollten die Palästinenser vorbereiten und wachsam machen. “Wir hören jeden Tag von israelischen Drohungen, und wir sind Zeugen der Übungen der Feinde. Deshalb müssen wir bereit sein. Das ist ein Feind, dem man nicht vertrauen darf. Es ist ein Feind, der dafür berühmt ist, seine Versprechen zu brechen. Er hat sogar die Propheten getötet, er ist das schlimmste der menschlichen Geschlechter, und deshalb kann man ihm nicht trauen.”

Dass die Israelis die Übungen als Provokation empfinden könnten, stört ihn nach eigener Aussage nicht. Denn auch die Israelis provozierten die Palästinenser ständig. “Warum dürfen sie trainieren und wir nicht? Sie trainieren, um in ein Gebiet einzudringen, das ihnen nicht gehört, und wir trainieren, um unser Land und unsere Kinder zu verteidigen.”

Gefragt, warum seine Gruppierung den Kindern nicht Toleranz und andere Dinge beibringe, die ihnen später nützlich sein würden, antwortet Abu Amir: “Das ganze palästinensische Volk unterstützt heute den Widerstand. Das ganze palästinensische Volk begreift, dass wir auf die Besatzung reagieren und dass diese Kinder sich rekrutieren lassen, um ihre Häuser und ihr Land zu schützen, denn sonst werden sie wie viele andere Kinder in ihren Häusern getötet, oder während sie spielen. Wir bereiten diese Kinder darauf vor, sich mit dem Feind zu messen, denn aus Sicht des Feindes gibt es keinen Unterschied zwischen einem Kind und einem Erwachsenen. Er will das ganze palästinensische Volk auslöschen. Deshalb müssen wir unser Volk auf allen Ebenen für diese Möglichkeit vorbereiten.”

Geheimdienstchef: “Waffenruhe zeigt Wirkung”

Am Sonntag erstattete der Vorsitzende des Inlandsgeheimdienstes Schin Beit, Juval Diskin, vor dem israelischen Kabinett Bericht über die Wirksamkeit der Waffenruhe mit der Hamas. Diese sei noch stabil. Im vergangenen Monat habe es 36 palästinensische Verstöße in Form von Raketen oder Granaten gegeben. Im Monat vor der Feuerpause seien es noch über 300 gewesen, teilte der Geheimdienstchef den Ministern mit.

Die Hamas sei gewillt, die Waffenruhe einzuhalten, fügte Diskin hinzu. Allerdings fehlten ihr die Mittel, um andere palästinensische Gruppen im Gazastreifen zurückzuhalten. Vor allem der Islamische Dschihad setze seine Angriffe auf Israel fort. Die Hamas hingegen nutze die Ruhephase, um ihr operatives Vermögen zu verbessern, und für das Schmuggeln von Waffen. Die Feuerpause ist seit dem 17. Juli in Kraft.

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