Kinder leiden am PTSD

JERUSALEM (inn) – Mehr als 42 Prozent der israelischen Kinder leiden am posttraumatischen Streßsyndrom (PTSD) als Folge des Terrors. Das meldet die Tageszeitung “Jerusalem Post”.

Laut einer Studie von Avital Laufer von der Tel Aviver Universität leiden rund 15 Prozent der Kinder an der mittelschweren bis schweren Variante. Laufer präsentierte die Ergebnisse ihrer Untersuchung am Mittwoch dem Knesset-“Komitee für die Rechte der Kinder”. Die Aussagen basieren auf einer Studie von 3.000 Kindern im Alter zwischen 13 und 15 Jahren, die in Israel oder in jüdischen Siedlungen in Judäa, Samaria oder dem Gazastreifen leben.

Rund 70 Prozent der Kinder gaben an, die Terroranschläge hätten direkten Einfluß auf ihr Leben. Dies äußere sich zum Beispiel darin, daß sie bestimmte Aktivitäten meiden.

Nach Bekanntwerden der Studie kündigte der Vorsitzende des Komitees, Michel Melchior, an, daß sich die Einrichtung an das Finanzministerium wenden werde. Dort will es sich dafür einsetzen, daß die Stellen von 25 Schulpsychologen erhalten bleiben, die eigentlich aus finanziellen Gründen gestrichen werden sollten. Er wies darauf hin, daß gegenwärtig nur ein Psychologe für 2.000 Schüler zuständig ist.

Das PTSD zeigt sich unter anderem durch Angstzustände, Schlafstörungen, Depressionen oder ähnliche Beeinträchtigungen der Seelenlage, die durch Erinnerungen an bestimmte Ereignisse hervorgerufen werden.

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