Kibbutz-Freiwillige lernen israelische Traditionen kennen

EIN GEV (inn) - Das Kibbutz Institut für Feiertage und jüdische Kultur (Schitim) plant eine Initiative für rund 150 freiwillige Mitarbeiter. Neben einer Grillparty soll im Kibbutz Ein Gev am See Genezareth auch ein Workshop über israelische Traditionen und Feiertage stattfinden.

Die Zielgruppe sind Volontäre aus dem Ausland, die drei bis sechs Monate in Israel verbringen wollen. “Freiwillige Mitarbeiter brauchen etwas Außergewöhnliches, etwas, das über die normalen Kibbutzerlebnisse – Arbeit und Party – hinausgeht”, sagte Rina Keren, Koordinatorin des Programms, der Tageszeitung “Ha´aretz”. “Sie brauchen auch etwas Gehaltvolles.”

Der Workshop soll sich auf das Pessachfest und das Seder-Essen konzentrieren. Dabei sollen sowohl die Herkunft des Festes als auch seine aktuelle Relevanz betrachtet werden. Referentin ist Smada Karsan, die seit acht Jahren Vorträge über das Judentum und das Leben im Kibbutz hält. “Früher kamen die Volontäre von selbst auf mich zu und haben Fragen gestellt. Heutzutage scheinen sie weniger Interesse zu haben. Vielleicht ist das auch ein weltweites Phänomen, dass junge Menschen heute weniger neugierig sind. Oder es liegt daran, dass ein Kibbutz heute nicht mehr das ist, was es früher einmal war.”

Im vergangenen Jahr hatten 1.500 Freiwillige in 35 Kibbutzim an der Aktion teilgenommen. In diesem Jahr kamen aufgrund der Operation im Gazastreifen Volontäre aus der ganzen Welt in die Kibbutzim. Doch das weltweite Interesse ist nichts im Vergleich zu den Rekordjahren in den 1970ern und 1980ern. Damals waren jährlich um die 12.000 neue Freiwillige eingestellt worden. Nach Ausbruch der zweiten Intifada im Jahr 2000 war das Volontärsprogramm fast komplett zerstört. In den darauffolgenden Jahren nahmen nur noch rund 1.000 Freiwillige daran teil.

Keren plant, weitere Kibbutzim in das Programm aufzunehmen, da es in den vergangen Jahren mehr Bewerber als Plätze gab. Die Organisatoren des Programms sehen es als “wahren Zionismus” an, “durch den Jugendliche auf der ganzen Welt die schöne Seite Israels kennen lernen und somit in ihren Heimatländern zu Unterstützern unseres Landes werden”.

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