Kerry spricht mit saudischem König über Friedensprozess

RIAD / AMMAN (inn) – Jetten durch den Nahen Osten: US-Außenminister John Kerry hat sich am Sonntag in Riad mit dem saudischen König Abdullah getroffen. Nach Kerrys Angaben steht Saudi-Arabien einer Friedensvereinbarung zwischen israelischer und palästinensischer Seite wohlwollend gegenüber.
Kerry trifft den saudischen Außenminister Saud al-Faisal am Sonntag in Riad.

Foto: U.S. State Department / Public Domain

Kerry trifft den saudischen Außenminister Saud al-Faisal am Sonntag in Riad.

Nach dem Treffen mit Abdullah betonte Kerry, dass Riad die amerikanischen Friedensbemühungen unterstütze. Der US-Politiker sagte laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ vor seinem Abflug in der saudischen Hauptstadt: „Ich bin dankbar, dass die Arabische Liga als Ganze und Saudi-Arabien im Einzelnen im großen Maß bei den Bemühungen unterstützend involviert sein werden.“ Der saudische König sei nicht nur ermutigend gewesen, sondern er helfe auch bei den amerikanischen Bemühungen, eine Vereinbarung zwischen den beiden Seiten zu erzielen und in den nächsten Tagen erfolgreich zu sein.

Saudische Friedensinitiative: Frieden zwischen Arabern, Muslimen und Israelis

Abdullahs Initiative aus dem Jahr 2002 sei Teil der jetzigen Rahmenarbeit gewesen. In der Initiative bot die arabische Welt Israel einen umfassenden Frieden an, zum Tausch gegen die eroberten Gebiete im Sechstagekrieg. Kerry sagte: „Saudi-Arabiens Initiative stellt in Aussicht, dass wenn eine friedliche Lösung zwischen den Parteien gefunden wird, es sofort Frieden geben könnte zwischen den 22 arabischen Nationen und 35 muslimischen Nationen – alle, die gesagt haben, sie würden Israel anerkennen, wenn Frieden erreicht ist.“
Am selben Tag war Kerry zuvor im jordanischen Amman und hatte sich mit dem jordanischen König Abdullah II. und dem Außenminister Nasser Dschudeh getroffen. Bei dem Zusammenkommen ging es neben den israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen auch um den Krieg in Syrien.
Kerry hatte sich von Donnerstag bis Samstag je zweimal mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas getroffen. Der amerikanische Außenminister bezeichnete seine Reise als „ein paar produktive Tage mit sehr, sehr intensiven Gesprächen“ (Israelnetz berichtete).

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