Kerry bleibt zuversichtlich

JERUSALEM / RAMALLAH (inn) – Israelis und Palästinenser sind einem Friedensabkommen näher als noch vor ein paar Jahren. Diese Ansicht hat US-Außenminister John Kerry am Freitag vor seinem Abflug am Tel Aviver Ben-Gurion-Flughafen geäußert.
Auch nach seinem jüngsten Israelbesuch ist US-Außenminister Kerry optimistisch. (Archivbild)

Foto: UN Photo/Paulo Filgueiras

Auch nach seinem jüngsten Israelbesuch ist US-Außenminister Kerry optimistisch. (Archivbild)

„Ich glaube, wir sind näher daran, den Frieden und den Wohlstand und die Sicherheit herbeizuführen, die alle Leute dieser Region verdienen, als wir es viele Jahre lang waren“, sagte Kerry vor Journalisten, die seine Delegation begleiten. Zuvor hatte er zum dritten Mal binnen 24 Stunden den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu getroffen, wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ meldet.
Bereits am Donnerstag hatte der US-Außenminister zweimal mit Netanjahu gesprochen, insgesamt mehr als sechs Stunden lang. Dazwischen kam er für drei Stunden in Ramallah mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zusammen. Am Freitag traf Kerry den israelischen Finanzminister Jair Lapid in einem Jerusalemer Hotel, bevor er sich zum dritten Mal mit Netanjahu besprach. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Sicherheit.
„Wir haben lang und breit Themen der Sicherheit in der Region diskutiert“, zitiert die Zeitung den amerikanischen Minister. „Sicherheit für den Staat Israel, Sicherheit für ein zukünftiges Palästina. Und wir haben, so denke ich, ein paar Fortschritte gemacht.“
Ein ranghoher palästinensischer Vertreter sagte dem Bericht zufolge, die US-Vorschläge zur Sicherheit seien nicht akzeptabel. Chefunterhändler Saeb Erekat wiederum äußerte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, die Lage sei „immer noch sehr schwierig und die Themen sind kompliziert“.
Kerry kommentierte die Differenzen mit den Worten: „Die Interessen sind sehr ähnlich, aber es gibt Fragen der Staatshoheit, Fragen von Respekt und Würde, die offenbar bedeutsam für Palästinenser und Israelis sind – sehr ernsthafte Fragen der Sicherheit.“ Bei dem ersten Treffen hatte er Netanjahu zugesichert, dass Israels Sicherheit eine bedeutende Rolle bei einem Abkommen mit dem Iran spielen würde (Israelnetz berichtete).

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